2RadChaoten.com Stories Rennrad Berichte 2007 SWAT@Transalp - The Final Attempt


Eine Woche lang werden NoWay und NoRegrets von der Jeantex Tour Transalp 2007 vom 24.-30. Juni berichten. Ohne Beschönigungen und Ausflüchte werden wir die nackte Wahrheit über alle Höhen und Tiefen preisgeben.
Auf dem Weg von Oberammergau nach Riva del Garda stellen sich uns auf den 852 km über 18.000 Hm in den Weg, dabei sind Pässe mit den klingenden Namen Arlberg, Silvretta, Stilfserjoch oder Passo Tonale zu bewältigen.
Unterwegs werden wir von NoChef und Mr.Ali tatkräftig unterstützt. Die Beiden werden für uns Verpflegung bereit halten, uns anfeuern und wenn wir ihrer Meinung nach zu langsam sind, kräftig in den Hintern treten.
Ebenso möchten wir uns auf diesem Wege bei Bezirksvorsteher Hr. Erich Hohenberger (Wien 3) und Bezirksvorsteher Hr. Manfred Wurm (Wien 23) bedanken, die uns mit einer finanziellen Spende unterstützen.

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 Der ultimative Bildbericht

 Offizielle Seite der Tour Transalp

Tag 0 - Wien - Oberammergau


Stau auf Autobahnen - eine Freude für den Biker

Nach viel zu vielen Kilometern mit dem Auto, einem durchstandenen Stau, einem durch die Pampa entkommenen Stau in Deutschland, sind wir dann doch noch in Oberammergau angekommen.
Dort die Startnummern abgeholt, das Quartier bezogen und dann schnell zum Briefing und zur Nudelparty. Dort haben wir dann die anderen Chaoten, Ruth und Martin mit ihren Betreueren Dominik und Erwin getroffen. Ebenso ist wieder ein alter Bekannter aufgetaucht, der fast nicht mehr von der Tour Transalp wegzudenken ist - Petr Cirkl, der am Dienstag noch eine Partnerin gefunden hat. Auch Max Pritzl, der bei den letzten Teilnahmen in der GrandMaster-Klasse ist wieder mit von der Partie.
Wenn man so durch die Starterliste durchschaut, finden sich viele bekannte Namen - für eine spannende Woche dürfte in allen Wertungsklassen gesorgt sein.
Wir sind - bis auf eine kleine Magenverstimmung bei Martin - guter Dinge und freuen uns auf den morgigen Start.


Das einräumen in Wien ging fast ganz ohne Gewalt


gelöste Stimmung beim Rad putzen und herrichten für den morgigen Start

Tag 1 - Oberammergau - Imst

109,43 km / 2.226 Hm


Vor dem Start war die Laune noch gut


In Reutte waren wir mit der ersten Gruppe um zehn Minuten zu früh

Heute stand die schon traditionelle Etappe von Oberammergau über das Hahntennjoch auf dem Streckenplan. Die Etappe war von der Streckenführung gleich wie vor zwei Jahren, also wussten wir schon was auf uns zukommt. Zuerst eher flach am Plansee vorbei, dann der Ammersattel und nach einer schnellen Abfahrt Richtung Reutte. Dann stellte sich eine Steigung in den Weg, die durch Berwang und Namlos führte. Rasant gings runter zur Bundesstrasse. Begann das Rennen von Neuen über das Hahntennjoch nach Imst.
Trotz unserer Startnummer, die uns in den Startblock D gestellt hätte, durften wir vorne starten - dadurch waren die ersten Kilometer sehr entspannend, da keine Stürze um uns passierten und wir ansich keinen Stress hatten. Ammersattel war kein Problem und der Namlos tat weh und wir mussten ein wenig reißen lassen, aber vor dem Hahntennjoch konnten wir wieder nach vorne aufschließen.
Der Berg ist ein Hund!! Unrythmisch und teilweise recht steil. Da haben wir ein paar Federn lassen müssen und sind eher am Ende der Gruppe gewesen. Allerdings haben wir es auch geschafft - Andi war am Berg stärker, aber Martin konnte mit einiger Mühe doch folgen und bergab dann aufschließen.
Im Ziel lagen wir dann am 32. Gesamtrang und ca. 12 Minuten auf die Ersten zurück. In unserer Kategorie ist das der 21. Rang. Von der Platzierung waren wir zwar bei unseren letzten Teilnahmen noch nie so weit hinten, aber bei dem hohen Tempo das heuer gefahren wird, sind wir ganz zufrieden.


Andi am Hahntennjoch und als Suchbild Martin 100 Meter zurück


Petr Cirkl mit seiner neuen Partnerin


O-Ton Martin: "Oida bei mir schaut sogar da Hintern peckt aus"


Tag 2 - Imst - Ischgl

146,73 km / 3.195 Hm


SIEG!!!

Heute haben sich die Ereignisse ein wenig überschlagen. Ruth und Martin sind toll gefahren und haben die Etappe für sich entschieden. Außerdem konnten sie sich noch über das Leader Trikot freuen.

Leider hatte Jana Kabrtova auf der Abfahrt von Arlbergpass einen Sturz. Ihr selbst ist nicht viel passiert, aber die Laufräder waren hinüber.

Der Chaot Christian Söhnle (Hai), der zum Anfeuern mit seinem Rad auf den Pass gekommen war, beobachtete das und gab ihr seine Laufräder - so konnte das Team die Etappe auch finishen. Er selbst wurde von einem Marschall auf dem Motorrad mitgenommen, in der einen Hand sein Rahmen und in der anderen die kaputten Laufräder von Jana. So sollte sportliche Fairness aussehen!!

Ach ja das SWAT-Team war auch mit von der Partie. Unsere Leistung war heute sehr ausgeglichen. Martin ging´s auf den Arlberg raus bescheiden, aber erfing sich die Abfahrt runter wieder. Andi hatte dafür im oberen Teil der Silvretta Bundesstrasse Probleme. Unser Glück war auch, dass die Spitze nachder Abfahrt vom Arlberg zum bummeln begann und wir wieder vorne mitfahren konnten. So ging´s gemütlich bis zum Anfang der Steigung. Dort mussten wir zwar wieder reissen lassen, aber fanden einen ganz guten Tritt und Martin konnte Andi dann auch noch über die letzten Höhenmeter bugsieren.

Die Abfahrt nach Ischgl gestaltete sich - wie vor zwei Jahre - als Zeitfahren. Martin mit Andi im Schlepptau gings mit 50-60 km/h zum Ziel. Die Haxelei hat sich gelohnt! Wir haben uns auf Platz 18 in der Herrenwertung verbessert und sind gesamt 29. - die Richtung stimmt!!


Andi machte einen kurzen Antritt und lag vor dem Feld - einmal Erster!!
Im Vordergrund übrigens Valentin Zeller, der die Führenden Herren betreut.


So sehen die Teams schon von weiten die Wasserstelle


Tag 3 - Ischgl - Naturns

156,57 km / 2.852 Hm


So sah´s heue morgen aus

In der Nacht hat es sehr stark geregnet und beim aufwachen lag auf den umliegenden Bergen bis tief unter die Baumgrenze so komisches weißes Zeug – Leute aus der Gegend haben uns dann gesagt, dass es sich hierbei um Schnee handelt.
Auf jeden Fall war es recht kalt, das Thermometer beim Hotel zeigte gerade mal 5,5 Grad nach Celsius an. Einrollen mussten wir heute ohnehin nicht, da die ersten 20 Kilometer der Etappe neutralisiert und bergab gefahren wurden und man in dem engen Paznauntal nur wieder auskühlen würde. Also haben wir uns beim Start in die Sonne gesetzt – wie wir finden eine wesendlich gescheitere Variante des Aufwärmens.
Nach dem Start, kurz vor den richtigen Start hat so ein Vogel der sich seiner Überjacke entledigen wollte Andi geschnitten und ihm das Vorderrad wegrasiert. Andi schlitterte ein wenig über den Boden, schimpfte verständlicherweise wie ein Rohrspatz und fuhr, nachdem er den Lenker wieder gerade gebogen hatte weiter.
Über den Tobadill kamen wir gut und waren bald wieder in der Gruppe mit den Leadern. Die nächsten 40 km waren sehr gemütlich, da die Führenden ein Team ziehen ließ, von dem gestern ein Fahrer in ein Auto knallte und sein Rad zerstörte. Sie bekamen zwar ein Ersatzrad, aber auch 10 Stunden Strafzeit aufgebrummt und waren somit keine Gefahr für die Gesamtwertung. Auf die Norbertshöhe und weiter nach Reschen sind wir auch gut mitgekommen und auch wieder nach vorne reingefahren. Auf der nächsten Steigung fielen wir dann doch wie viele andere Teams auch aus der Gruppe. Aber es fanden sich wieder ein paar, die sich zwar nicht wirklich einig waren, aber uns dennoch das Leben auf den letzten Kilometern erleichterten.
Auf der Ergebnisliste werden wir jetzt als 14. im Herren-Klassement geführt.


schön vor der Labe austrinken und dann die volle Flasche wegschmeißen ;)


Ruth und Martin beißen sich toll durch die Etappe - heute reicht es leider nicht ganz für das Stockerl


Dieses Team - Andreas Gemassmer und Renate Telser - verdient unseren ganzen Respekt. Er absolviert die selben Berge wie wir mit nur einem Bein. Seine Partnerin ist gehörlos.


Tag 4 - Naturns - Livigno

118,21 km / 3.576 Hm


Die Gesamtführenden sind auch unter den ersten am Dach der Tour


Wir sind noch ein paar Kehren unter der Passhöhe

Königsetappe – das Dach der Tour, das Stilfserjoch (2.753 m) von Naturns nach Livigno.
Die Anfangsphase war leider wieder neutralisiert und nach Martins Meinung viel zu nervös. Aber bei der Abzweigung von der Bundesstraße Richtung Stilfserjoch ging es dann los. Das Spitzenfeld fing relativ verhalten an, so dass wir eine Zeit lang mitfahren konnten, bevor wir unser eigenes Tempo fuhren und reißen ließen.
Wir fanden zu einem gleichmäßigen Tempo und lagen auf dem Gipfel gar nicht so weit hinter der Spitzengruppe. Unterwegs haben wir das eine oder andere Team auch noch überholt, die den Berg zu schnell angegangen sind.
Da es oben und vor allen dann auf der schnellen Abfahrt nach Bormio sehr kalt war, kam unser Motor ein wenig ins stottern. Martin fror stark ein und griff ein paar Mal beim Bremsen fast ins Leere, da die Finger nicht mehr so wirklich wollten. Andi ging es dabei auch nicht viel besser.
Nach Bormio gings ein kurzes Stück fach dahin und dann auf den Passo Foscagno, wo Andi Martin fast umbrachte.
Die Situation: Martin fuhr in der Gruppe vorne, Andi knapp dahinter. Zwei Teams gingen vorne weg – Martin nach, plötzlich kam von Andi „Fahren wir unser Tempo? Ich kann nicht so schnell“ Martin nahm zurück, ein bisschen sauer, weil er nach der Kälte wieder aufgetaut ist und wieder einen guten Pace gefunden hat. Plötzlich zog Andi das Tempo an und die Gruppe war zehn Meter vor Martin. Grantelnd musste er hinterher. Leider ist uns dann die Gruppe doch noch ausgekommen.
Oben am Pass war es wieder saukalt, aber nur noch ein paar Kilometer bergab mit einem kleinen „Gegenhang“ dazwischen bis Livigno.
Am zweiten Berg haben wir auf die Sieger viel Zeit eingebüßt, aber dennoch sind wir in der Herren-Wertung um einen Platz nach oben geklettert. Wenn uns auf den nächsten Etappen kein allzu großer Einbruch passiert, sollten sich die Top zehn ausgehn.
Nichts desto trotz haben wir uns heute ein gutes italienisches Essen in unserem Hotelrestaurant gegönnt – so sollte das Radler-Leben immer sein!


So sieht die obere Hälfte der insgesamt 48 Kehren aus, wenn Radfahrer wie Ameisen darauf herumwuseln


Mr.Ali hat es auch geschafft. Er ist von Prad weggefahren, hat uns in der Hälfte der Auffahrt verpflegt und ist dann auch auf die Passhöhe weitergefahren - Betreuung der Spitzenklasse!!!


Andis Pulskurve auf der 4. Etappe


Tag 5 - Livigno - Ponte di Legno

113,66 km / 2.736 Hm


Es geht sehr zäh dahin bei Martin


Martin schiebt Ruth und wird von Mr. Ali verbal den Berg hinaufgebrüllt

Die fünfte Etappe fing bei sehr frischen Morgentemperaturen auf fast 1.800 Meter über dem Meer an. Nach einer neutralisierten Ortsrundfahrt ging es den Forcola di Livigno hinauf. Eine relativ moderate Steigung, die vom Spitzenfeld auch nicht sonderlich schnell gefahren wurde. Allerdings sind gleich nach Freigabe des Rennens ein paar Fahrer vorne weggesprungen, die allerdings auf dem zweiten Pass wieder von den Gesamtführenden gestellt wurden.
Uns ging es nach zu kurzer Nacht eher gemischt. Andi kam die erste Steigung ganz gut hinauf, Martin fühlte sich schon vom Start weg wie ein leeres Einkaufssackerl – Essen half da auch nicht viel. Dennoch kamen wir auf der folgenden 35 km langen Abfahrt wieder nach vor und gemeinsam mit der Spitze zum Anstieg zum Passo Mortirolo.
Anfangs hatten wir einen guten Rhythmus und verloren nicht allzu viel nach vorne, allerdings kam in der Hälfte des Weges nach oben Martins Motor wieder gehörig ins stottern. Absolute Leere – wenn ihn Andi nicht über den Berg gepusht hätte, hätte Martin absteigen und schieben müssen. Oben war der Berg elendslang, ein ständiges kurzes Rauf und Runter – wirklich eine Qual, vor allem wenn man schon angeschlagen ist. Dann kam unterwegs auch noch ein Schild - „20%“ stand drauf – Martin dachte „Na super!!“. Zum Glück wars ein Druckfehler und es ging dann doch bald runter.
Auf der Abfahrt, die sehr schöne gleichmäßige Kurven und guten Asphalt hatte, kamen wir beide super runter und wurden die meisten aus unserem Packl los.
Die letzten zehn Kilometer waren fast flach, nur leicht ansteigend und wir liefen auf Max Pritzl mit Partern und die stark fahrenden Fahrer Bernd Hufnagl und Günther Baringer vom Benefit Sport Nora Team auf. Gemeinsam gings dann auf Zeitfahrmanier ins Ziel – Martin hatte noch ein paar Watt in den Beinen und konnte Tempo machen.
Die Mühe hat sich gelohnt, wieder ein Platz gewonnen und wir sind jetzt auch in der Gesamtwertung unter die Top 20 gerutscht.
Ruth und Martin haben sich heute mit einem weitern sechsten Platz den 3. Rang zurückerobern.


Die Betreuer beider Teams warten...


... um dann vollen Einsatz zu zeigen


Tag 6 - Ponte di Legno - Kaltern

108,39 km / 2.370 Hm


Wenn so ein Haufen daherkommt, können die Betreuer schon mal in Panik ausbrechen - wo sind bitte da jetzt unsere?


Wenn die Jungs dann allerdings im Schneckentempo den Berg hinaufkriechen, gehts einfacher

Heute auf dem Weg nach Kaltern haben wir ein wenig abgebissen. Die Etappe begann gleich mit einem Anstieg auf den Passo Tonale, der zwar weder besonders hoch ist, noch besonders steil, aber uns hat´s gereicht. Martin war ohnehin am Start schon relativ leer, da haben Gels auch nicht mehr viel gewirkt und bei Andi war´s heute auch nicht so optimal. Immerhin sind wir in der zweiten Gruppe über den Pass.
Auf der folgenden Abfahrt, hatten wir zwar öfter das Spitzenfeld im Blick, aber bei uns sind die ersten drei der GrandMaster-Kategorie dabei gewesen und die haben sich nur belauert und sind nicht gefahren. So haben wir viel im Wind fahren müssen und sind nach viel Mühe doch wieder herangekommen. Leider erst knapp vor dem Brezer Joch, das auch nicht wirklich schlimm war, aber für uns nicht enden wollte. Dabei zogen uns wieder einige Teams davon.
Auf der kurzen Abfahrt war dann nicht viel zu holen.
Den Mendelpass hinauf gings zumindest vom Gefühl bei uns beiden ein wenig besser, aber auf der Abfahrt sind uns einige, wie zum Beispiel das Team Bikepalast.com entwischt. So wurde es ein etwas enttäuschender 30. Tagesrang und in der Gesamtwertung sind wir jetzt auf den 16. Platz zurückgerutscht.
Auf den 12. Platz fehlen uns allerdings nur knapp zwei Minuten – mal schauen, ob sich da Morgen noch eine Attacke ausgeht.


Wirklich stressig wirds, wenn die Verfolger auch in der Gegend sind


Wolfgang Eibeck ist mit seinem einarmigen Partner Wolfgang Sacher an der ausgezeichneten 22. Stelle bei den Herren


Tag 7 - Kaltern - Riva del Garda

99,07 km / 1.804 Hm


Die verdienten Gesamtsieger in Gelb - Martin Moser und Harald Hampel Team Bikepalast 1. Sie hatten das ganze Rennen hindurch das Feld fest im Griff


Ruth und Martin, die trotz Rückschlägen nie aufgesteckt haben und auch verdient zweite in der Mixed Wertung geworden sind

Letzte Etappe – letztes Wehren gegen die komplette Leere – die Devise lautete „Volle Attacke!!“.
Die ersten 40 km bis zum ersten Anstieg rollte das Feld dahin (mit einem 35er bis 40er Schnitt) und wir waren immer in vorderster Front anzutreffen.
Der Berg war da und die Spitzenteams gingen es eher verhalten an, was Martin, der heute gute Beine hatte veranlasste da mitzutun und sich hinter die „Gelben“ einzureihen. Nach ein paar Kehren machte er einen Blick zurück – leider kein Andi. Daher ließ er sich zurückfallen – vielleicht ein wenig zu spät – um Andi, dessen Beine heute nicht mehr so wirklich wollten, zu unterstützen. So pushten und fluchten wir uns über den ersten Berg, die Abfahrt verlief reibungslos und gemeinsam mit Günther Baringer vom Team Benefit Sport Nora und dem Team vom Bikepalast.com machten wir Tempo auf den folgenden flacheren Kilometern.
Auf der Steigung zum Passo Ballino (eher flacher) sahen wir das Führungsfeld ungefähr eine Minute vor uns wegfahren, aber da war keine Chance noch heranzukommen. So haben wir in der Wertung noch einen Platz verloren, aber die Abstände zum 12. Platz sind unter 10 Minuten und da haben einige Teams noch den Startbonus von Oberammergau (3 Minuten für Block D, wo wir eigentlich starten sollten)
In den nächsten Tagen gibt’s dann noch ein Fazit und einen Bildbericht, wo wir alles noch mal Revue-passieren lassen.


Wir haben gekämpft bis zum umfallen und haben uns zum dritten Mal in Serie unter die Top 20 gebissen. Bei der heurigen Leistungsdichte brauchen wir uns gar nichts vorwerfen - immerhin unter 2 Stunden Rückstand und Schnitt über 31 über die Woche


Nachbetrachtungen

Ich hab die Tour wieder sehr genossen und es war schade, als es am Samstag am Gardasee so plötzlich aus war. Andererseits hat der letzte Tag wieder so richtig weh getan, so dass man am liebsten an der nächsten Ecke stehengeblieben wär und auf das Betreuerfahrzeug gewartet hätte. Und trotzdem bleibt der Reiz da es erneut zu versuchen, wieder etwas schneller zu sein als beim letzten Mal. Man fragt sich während dieser sieben Tage immer wieder warum man sich das antut, aber jeder Tag ist ein neues Abenteuer und ein eigenes Rennen für sich mit wortwörtlich vielen Höhen und Tiefen: kann man sich verbessern, fällt man zurück, schaff ich den nächsten Berg noch, hält mein Partner durch, kann ich ihm helfen (oder er mir)....? - gekämpft wird sowieso immer bis aufs Letzte.

Der erste Gedanke jeden Morgen gilt den Beinen, wie fühlen sie sich an, kommt man wieder gut die Berge rauf, oder geht endgültig nichts mehr. Der letzte Gedanke vor dem Einschlafen ist meist der nach dem Wetter oder hab ich mich gut erholt doch als Tagesfazit steht meistens im Raum: "Wir waren wieder gut heute". Und auch nach den Rückschlägen aufden letzten beiden Etappen und den Gedanken, dass man seine Ziele nicht erreicht hat bez. doch nicht ganz so schnell war wie erhofft, nach der Fahrt über die Ziellinie ist alles vergessen und man beginnt Pläne für die nächste Teilnahme zu schmieden. Und es bleibt auch der Reiz dieTransalp eines Tages richtig schnell zu fahren, einmal ganz vorne mitzumischen.

Auch wenn sich dies nicht erfüllen wird (dazu müsste man das Training komplett auf Rennrad umstellen) so richtig weit davon entfernt sind wir nicht. Genau aus diesem Grund galt es ja mal ein MTB Etappenrennen auszuprobieren, auch der Gedanke gefällt mir gut, aber es wird sich wohl nicht verhindern lassen die Transalp nochmal zu fahren und auf jeden Fall freue ich mich schon darauf, ob es das nächste Jahr schon soweit ist, darüber kann man erst mal spekulieren.

Eins hat mich an dieser Tour so richtig begeistert und das war unsere professionelle Betreuung durch Irene und Alex, sowie Dominik und Erwin. Ohne unsere Betreuer wäre so ein Rennen mit der Leistung nicht möglich. Die Betreuer haben ja in so einem Rennen neben der Verpflegung an der Strecke und im Ziel ja auch noch einen ganz anderen wesentlichen Beitrag zum Rennen geleistet: Man fährt nicht nur für sich selber sondern auch für die Betreuer, schließlich will man denen ja auch zeigen warum sie sich die Mühe machen, ein leichter Job ist es ja nicht gerade uns immer gut zu verpflegen und bei Laune zu halten. Wenn wir es erneut versuchen wäre diese Betreuung die beste Voraussetzung um wieder so gute Ergebnisse zu liefern. Somit kann ich zum Schluss nur ein großes DANKE in den Raum stellen.


Heuer war ich zum vierten Mal bei der Tour Transalp dabei. Einmal als Betreuer und die letzten drei Jahre als Aktiver. Aber immer noch übt diese Veranstaltung ihre Reize auf mich aus. Wo sonst hat man das Gefühl mitten in einem Pro-Tour Rennen zu sein? Nicht nur was die Streckenführung und das ganze Umfeld angeht, sondern auch die Leistungsdichte bei den Gegnern. Die war heuer besonders hoch.

Andi und ich haben uns über die Woche hindurch auf jeden Fall gut verkauft, wir haben uns im Klassement zum dritten Mal unter die Top 20 geschoben und sind heuer das viertbeste österreichische Team geworden. Das wir auf den letzten beiden Etappen den zwölften Platz bei den Herren nicht halten konnten, ist zwar schade, aber wir brauchen uns deshalb keine Vorwürfe machen, da wir - auch wenns mal nicht so rund lief - trotzdem durchgebissen haben und nie an ein Aufgeben gedacht haben.

Andi und ich haben uns heuer auch so gut wie noch nie ergänzt - hatte der Eine einen schwachen Moment, konnte der Andere helfen, wenn nicht durch anschieben oder Windschatten spenden, dann zumindest moralisch.

Mein ganz großer Dank gilt unserem tollen Betreuerteam - Irene und Alex - die uns die Woche verpflegt, motiviert und ertragen haben. Auch die Ergänzung mit Dominik und Erwin vom Bikeboard-Orthomol-Team hat super geklappt und war für die Fahrer beider Teams und die Betreuer auf jeden Fall eine Erleichterung. Auf jeden Fall hoffe ich, dass die beiden, sollten wir uns 2008 wieder über die Alpen schwingen, wieder mit von der Partie sind!!

Text: NoRegrets, Pics: NoChef, Mr. Ali, Christian Kolb



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