2RadChaoten.com Stories Mountainbike Berichte 2006 Sensation in der Tschechischen Republik

Kleine Sensation bei den Herren in Žďár nad Sázavou – Andreas Rief wurde überraschend 3. auf der Langdistanz

Am 26. und 27.8 fand in oben genannten Ort ca. 80km nordwestlich von Brünn ein Worldranking Event und zu gleich der 9. und 10. Lauf zum tschechischen Cup statt (Homepage des Veranstalters auch in Englisch). Nebenbei war der Bewerb auch ein recht interessanter Trainingslauf für die WM 2007 in Nove Mesto na Morave da das Gebiet dem WM Areal ähnelt und die Wettkampfgebiete quasi nebenan liegen. Dementsprechend, und weil ja in der folgenden Woche auch die EM in Warschau stattfindet, war das Rennen international sehr gut besetzt. Leider waren nur sehr wenige aus dem österreichischen Team vor Ort: Michi Gigon, Christian Gigon und Andreas Rief. Für alle anderen, die diesen Wettkampf leider nicht besuchen konnten gebe ich am Schluss noch eine kurze Beschreibung des Geländes um sich gleich mal ein Bild für nächstes Jahr zu machen.

Kurzdistanz am Samstag

Michi Gigon gelang ein guter Lauf ohne Fehler in einer Zeit von 43:34 und so überraschte ihr Sieg auf der Kurzen mit einem Vorsprung von 1:20 vor Renata Paulíčková und Hana Bajtošová nicht. GRATULATION an unsere Weltmeisterin! Bei den Herren sah das Ergebnis nicht ganz so rosig aus, ihr Bruder Christian wurde zwar guter 17. mit einem Rückstand von 6:02 doch Andreas Rief hat bei diesem Lauf vollkommen ausgelassen und erreichte nur den 27. Rang. Christian verspielte leider einen besseren Platz durch einen unglücklichen Umfaller, wobei sein Schaltwerk auf dem einzigen Stein in einem Umkreis von 100m knallte und sich nur mit roher Gewalt so halbwegs wieder geradebiegen lies.

Den Sieg bei den Herren auf der Kurzdistanz holte sich Lubomír Tomeček mit einer Laufzeit von 47:25 vor Simon Seger und Erm Tonis.

NoWay: Für mich war das Rennen in erster Linie von Orientierungslosigkeit geprägt, die kurzen Abstände zwischen den Posten und keine Möglichkeit sich auf längeren Strecken einen Überblick über die Karte zu verschaffen, machten es mir als quasi noch unerfahrenen Orientierer nicht gerade leicht. Doch auch der Weltranglistenzweite Margus Hallik hatte so seine Probleme und wurde nur 23.

Das Wettkampfgebiet passte komplett im Maßstab 1:15000 auf eine A4 Karte und dementsprechend waren die 18 Posten in sehr geringen Abständen gesetzt. Die Routenwahl wurde dadurch aber recht eingeschränkt und es blieb im Ziel sehr wenig über Alternativstrecken zu diskutieren.

Langdistanz

Auch auf der Langdistanz holte sich Michi den Sieg bei den Damen in einer Zeit von 68:00 - es wird ja schon fast zur Gewohnheit - trotzdem GRATULATION! Diesmal wurde Anke Dannowski 2. gefolgt von Hašková Eva mit nur 54 Sekunden Rückstand.

Bei den Herren gab es einen ähnlich spannenden Lauf mit einem Abstand der ersten 3 von nur 22 Sekunden bei einer Siegerzeit von 95:57. Hier holte sich den Sieg erneut Lubomír Tomeček dicht gefolgt von Erm Tonis (7 Sekunden) und überraschender Weise Andreas Rief mit nur 22 Sekunden Rückstand. Seit langem gelang damit den Herren wieder ein internationales Ergebnis mit Hoffnung für die Zukunft. Christian Gigon erreichte nach einem Lauf mit einigen kleineren Fehlern erneut den 17. Rang

NoWay: Mich persönlich überraschte dieser Lauf noch viel mehr, da ich mit dem Ergebnis vom Vortag nicht annähernd mit so etwas gerechnet hätte. Somit kommentierte ich auch die Ansage des Zielpostens mit einem abfälligen "Aha", da ich glaubte mich verhört zu haben und erst Michi machte mich auf das Ergebnis aufmerksam.

Dieser Lauf war ganz im Gegensatz zum Rennen am Samstag von sehr langen Postenabständen und zahlreichen Routenalternativen geprägt. Genau dies kam mir aber entgegen da ich auf den langen Distanzen genug Zeit hatte mir die Karte einzuprägen und zahlreiche Posten im Voraus zu planen. Natürlich profitierte ich hier auch von meiner Erfahrung als Marathonbiker.

Infos zum Gebiet

Landschaftlich ähnelt das Wettkampfgebiet einem abgeflachten Mühl- und Waldviertel, dementsprechend bieten sich meist erdige, mit Wurzeln gespickte und feuchte Böden. Bei Regen ist die Gegend sicherlich eher ein Schlammbad. Das Wegenetz ist zwar dicht, aber keineswegs unübersichtlich. Im Wettkampfgebiet von Žďár gab es 2 durchgängige Asphaltstrassen die schnelle Umfahrungen für manche Posten anboten. Ganz allgemein kann man sagen, dass alle breiteren Wege gut befahrbar und auch für Abkürzungen bestens geeignet sind. Vorsichtig muss man nur bei den gepunkteten Wegen sein, diese sind in der Regel sehr schlecht und auch durch zahlreich umherliegendes Totholz meist nicht befahrbar, diese sollten gemieden werden da sie auch meistens in Sackgassen enden. Tragstellen und Schiebepassagen gibt es nur sehr wenige, das Gelände ist eher flach und fast alle Anstiege sind ohne Probleme zu bewältigen. Auf guten Wegen lohnt es sich nicht einmal einen Hügel zu umfahren, so manche Bestzeit wurde auf direktem Wege über den "Berg" aufgestellt. Außerhalb der Wälder gibt es fast ausschließlich Vollgaspassagen, alle Wiesenwege sind ausreichend gut befahrbar. Keine Probleme gibt es mit der Sichtbarkeit der Trails, auch die kleinsten Wege sind gut erkennbar und ausgetreten, sofern sie nicht über zugewachsene Lichtungen führen.

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