2RadChaoten.com Stories Mountainbike Berichte 2010 Salzkammergut Trophy



NoRegrets Eindrücke

Trotz dem ich erst um 10 Uhr Start hatte, stellte ich mich um 5 Uhr in der Früh zum Start der Extreme-Distanz - irgendwie lässt mich der 200er nicht in Ruhe. Nach einem gemütlichen Frühstück machte ich mich Renn-Fertig und rollte per Rad den Hallstädtersee entlang nach Obertraun, wo der Start der C-Strecke (70 km) heuer stattfand.

Wir hatten eine kleine Startrunde zu drehen, bevor wir in die Strecke einbogen, die auch von den längeren Distanzen absolviert wurde. Leider schoss mich gleich in der ersten Kurve des Downhills ein Fahrer ab - ich machte einen recht spektakulären Überschlag samt Rad, bei dem zum Glück nicht viel passiert ist. Leider war die Gruppe weg und ich musste alleine Richtung Hallstädter Salzberg fahren. Eigentlich egal, aber ich hätte ein paar Körner sparen können.

Den Salzberg ging ich ruhig an, fand einen ganz guten Tritt und schob den steilen oberen Teil, obwohl ich auch fahren hätte können, aber ich wäre nicht wirklich schneller gewesen. Nach der Labe schmierte die Strecke Richtung Rossalm hinauf. Ich hatte das Gefühl, es geht gar nichts weiter, aber ich fand ein ganz gutes Tempo. Auf der Abfahrt zum Gosausee merkte ich, dass ich zuviel Luft in den Reifen hatte und ich am Schotter nur rutschte. Also blieb ich kurz stehen und ließ ein wenig Luft raus, danach ging´s besser.





Nach der Labe in Gosau kam noch ein längere Anstieg, den ich erst verhalten anging, aber oben hinaus an Tempo zulegen konnte. Auf der Abfahrt hatte ich leider einen Platten. Die Luft war ganz draußen, aber zum Glück konnte eine Patrone den Reifen wieder aufpumpen. Die Latexmilch brauchte allerdings recht lange, bis das Loch gedichtet war. So fuhren mir vier oder fünf Fahrer vorbei.

Ziemlich sauer machte ich mich auf die letzten Kilometer Richtung Ziel in Bad Goisern. Einen Fahrer überholte ich noch, steckte dann im Stau, da die Einradfahrer und die 27 km Fahrer auf meine Strecke einmündeten. Aber im Ziel war ich dann mit meiner Zeit doch zufrieden, das Rennen war für die heurige Saison ganz gut gelaufen und ich hatte nicht mehr so stark das Gefühl hinten nach zu fahren.

NoRuns Eindrücke

Da im Hotel gegenüber bis kurz vor dem Start gefeiert wurde, war meine Nacht eher kurz. Das wär sie aber sowieso geworden. Also schwang ich mich um 03:30 voll motiviert aus dem Bett und schlenderte zum Frühstückstisch. Dort war auch schon ein kleiner Teil der Konkurrenz, in Form vom Willi (aka der dünne Mann) und Ossi (aka Ossos-Kolossos) zu finden. Die Stimmung beim Start der A-Strecke ist immer besonders; nicht so hektisch wie bei anderen Marathons. Man hat im Startblock einfach Platz um sich etwas zu bewegen. Kurz vorm Start begann ich zum Nachdenken..."Also wenn ich einen Schnitt von 17 km/h fahr, brauch ich 13 Stunden. Wenns heiß wird, wird's extrem zach. Dann ist Durchkommen schon ein Erfolg" Vom Start weg fand ich einen guten Rhythmus. Bis um zehn Uhr lief auch alles nach Plan. Ich fühlt mich gut und war echt motiviert, das Rennen fertig zu fahren. Doch dann kam die Sonne und mit ihr die befürchtete Hitze. Extreme Hitze ist für mich der natürliche Feind beim Rennfahren. Und so kam es, wie ich es schon am Start befürchtete. Ich wurde immer langsamer. Beim Salzberg in Bad Ischl beschloss ich, das Rennen frühzeitig zu beenden. Also quälte ich mich im Schneckentempo Richtung Bad Goisern.
Da ich heuer den Salzberg in Hallstadt wieder nicht erreichte (im Jahr 2009 bin ich davor fast erfroren), weiß ich schon was ich nächstes Jahr so Mitte Juli mach. Ich werd um fünf Uhr am Start stehen und auf kühleres Wetter hoffen



NoBrains G´schichtl

Mittlerweile bin ich schon x-ten Mal auf der berüchtigten A-Strecke gestartet – „Einmal Hölle und zurück” – so das altbekannte Motto.
Anmelden ist leicht: Einfach am richtigen Fleck „A“ ankreuzen. Hinfahren und Start-Sackerl holen ist auch noch im Bereich des leicht Möglichen. Schwerer wird´s schon beim zeitig Schlafen gehen am Freitag Abend. Das Aufstehen am Renntag (3:30) ist schon wieder so skurril, dass es Spaß macht. Um 5 Uhr in der Früh ist dann, glaub ich zumindest, jede/r motiviert.

Naja... dann fängt das Ganze an.

„Bitte, bitte fahr langsam, es dauert noch lang genug!“ bete ich Mantra gleich vor mich hin.

Heuer scheint´s gut zu klappen. Die ersten 1½ Berge gehen flüssig und tun nicht weh. – Doch wie fast jedes Jahr auf der „Langen“ passiert etwas. Dieses Mal schon recht früh.
„Ich mag nicht mehr!“ Genial... mittlerweile ist es circa 7 Uhr. „Jetzt steh i extra um halb 4 auf, damit ich um halb 8 wieder schlafen geh´?“ Um diesen misslichen Umstand zu vermeiden, habe ich mich überredet noch 2-3 Stunden weiter zufahren, damit ich zumindest eine schöne Runde im Salzkammergut gefahren bin. So lerne ich die Leute bei den, wie immer super bestückten, Laben einwenig kennen. – Doch als ich schon fertig bin mit mir und dem Rennen, stellt sich ein Schalter wieder auf „race“. Die Schmerzen sind plötzlich wieder ok, die kommenden Berge kleine Hindernisse am Weg ins Ziel. – und so blöd das auch klingt, die darauf folgenden 7 Stunden verfliegen bis auf einen kleinen Hänger kurz vor der Rossalm wie im Flug. Auch recht schmerzfrei, zumindest so weit ich mich erinnere. Im Ziel war ich dann doch, so zumindest die Anwesenden, sehr blass im Gesicht.

Aber was soll´s? 211 Kilometer und 7.150 Höhenmeter fordern ihren Tribut.

Meinen festen Vorsatz, gefasst um 7:30 kurz nach der 1. Durchfahrt durch Bad Goisern, nie wieder die Extrem zu fahren, werde ich noch überdenken.

„Irgendwie is´ ja schon sehr leiwand!!!“

+ lisi's 50 cent:


dritter versuch auf der A-Distanz, und zweite zielankunft. bei 35 grad hitze habe ich damit ehrlich gesagt nicht gerechnet, und entsprechend besch***** hat sich auch jeder einzelne der 211 Kilometer angefühlt. gott sei dank war's am salzberg dann schon bewölkt, sonst hätte mir dort wahrschienlich mein letztes stündlein geschlagen. die beiden gewitter auf der roßalm und in gosau hätten dann zwar nicht sein müssen, für den regen war ich aber beinahe dankbar - fast meine bedingungen!
in summe wieder ein tolles marathon-erlebnis: die perfekte organisation, die unglaublich engagierten helfer, die vielen bekannten gesichter unterwegs und am wegesrand, die schöne gegend (ja klar hab ich bei fast 16 std. fahrzeit in die luft geschaut!) ... von der stimmung im neu gestalteten ortszentrum ganz zu schweigen. thumbs up für einen event, der diese bezeichnung wirklich wert ist!


Am Ende gab es Abkühlung im Hallstätter See

Text: NoMan, NoBrain, NoRegrets, NoRun Pics: NoSane, NoRegrets, Sportograf.com



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