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bikechallenge.pl 2007

Bikechallenge - zweimal Hölle und zurück!!

The end is the beginning is the end... das traf zwar heuer nicht ganz zu, denn das Rennen endete 15km vom Startort (Duszniki Zdrój, POL) entfernt in Kudowa Zdrój (POL), doch nach 6 Etappen ca. 450 beinharten Kilometern und ca. 12tausend ebensolchen Höhenmetern ist die Freude groß das Ziel dort erreicht zu haben, wo es war!
Wieder einmal konnten wir biertrinkenden Amateure (René Reidinger aka NoBrain und Laurenz Scheiblauer aka NoNose) uns inmitten der Pros und Semipros etablieren. Als Gesamtsechste ließen wir einige Größen des MTB-Sports hinter uns und bestätigten damit die von Karl Platt getätigte Aussage, dass vor der individuellen Schnelligkeit die Harmonie im Team passen muss, um ein Etappenrennen als einer der Ersten beenden zu können.
Die ersten drei Tagesabschnitte wären ob ihrer Untergrundbeschaffenheit ein optimales Einrollgelände gewesen. Doch verleitete diese Streckenführung aus Asphalt und festen Forstwegen dazu ordentlich aufs Tempo zu drücken wofür viele Teams, auch einige vor uns liegende, in den drei darauf folgenden Etappen bitter bestraft wurden. Sie hatten das "Aufwärmen" soweit übertrieben, dass sie nichts mehr zuzusetzen hatten oder im schlimmsten Fall drei lange Tage, teilweise bis zur Aufgabe, richtiggehend abkühlten. Leider forderte diese Hetzjagd auch ihre Opfer. Die Sanitäter und Rettungsleute waren im Dauereinsatz. Schürfwunden und Prellungen trug fast jeder davon, doch unglücklicherweise gab es auch viele Krankenhauseinlieferungen (so auch Robert Kofler vom Team Sport Nora (G)old) und sogar Spitalsaufenthalte. Am schlimmsten dezimiert wurden dabei die belgischen Vertreter, die das Glück für diese Woche nicht für sich gepachtet zu haben schienen.

Wer für die Etappen 4, 5 und 6 nicht in jeder Hinsicht optimal vorbereitet war, hatte keine Chance das Ziel jemals zu erreichen. Von den 235 gestarteten Teams taten dies gerade mal 166. Eine Ausfallsquote von 30%, die in der zweiten Wochenhälfte in erster Linie auf physische Probleme zurückzuführen war. Unglaubliche Trails, teilweise extrem steile Schiebepassagen, sowohl aufwärts wie abwärts, Downhills die häufig an der Grenze des fahrbaren, in vielen Fällen aber jedoch unfahrbar waren, ließen z.B. auf einer Distanz von 75km und 2250hm eine Fahrzeit entstehen, die für die meisten jenseits der 6 Stunden lag.
Wer jedoch in der Lage war physisch nicht ganz einzubrechen, kam in den Genuss herrliche Landstriche durchbiken zu dürfen, alleine für dessen Betreten wir hier in Österreich ins Gefängnis wandern würden. So führte uns auf der sechsten Etappe ein schmaler Pfad über mehrere Kilometer durch einen Nationalpark aus Sandsteinfelsen und urwaldähnlichen Baumbeständen entlang der tschechisch-polnischen Grenze - ein wahrer GENUSS!! In solchen Momenten würde man sich gerne einen "Nichtangriffspakt" mit seinen Gegnern wünschen, um diese Landschaft, dieses Gelände auch richtig genießen zu können.

Teams konnten aber auch technischen Gebrechen zum Opfer fallen. So auch unsere Freunde vom Team Sport Nora, Gregor Trisco und Ewald Robeischl, die leider nach dem ersten Downhill der fünften Etappe nach einem Schaltungsbruch das Rennen aufgeben mussten. Bis dahin befanden sie sich im Gesamtklassement unmittelbar vor uns.
Nach den Gewinnern (und hiermit meine ich alle, die das und mehr erreicht haben, was sie sich vorgenommen hatten) freuen sich bei so einem Rennen vermutlich die Schlauchhersteller am meisten - was es da an Platten gab, das gibt's gar nicht!!!
Und damit komme ich zu einem der wichtigsten Punkte der für eine erfolgreiche Beendigung eines Etappenrennens notwendig ist - dem GLÜCK!
Natürlich bedarf es einer guten Form, jedoch können gesundheitliche Probleme diese jederzeit zerstören; natürlich bedarf es ausgezeichnetes technisches Fahrkönnen und optimale Risikoeinschätzung, jedoch eine kleine Unkonzentriertheit oder ein unvorhersehbarer Umstand können dieses nachhaltig beeinflussen; natürlich bedarf es eines optimalen Materials, doch ein Stein oder ein Ast, der plötzlich in deiner Fahrbahn liegt, bricht auch dieses schneller als man glaubt...und uns war dieses GLÜCK hold - wir hatten während der gesamten 450km keinen einzigen Plattfuß und auch keine anderen technischen Schwierigkeiten (abgesehen von kleineren Schaltproblemen, oder Chainsucks), keiner von uns beiden musste unfreiwillig vom Rad steigen, oder hatte irgendwelche gesundheitlichen Probleme. Aus dem Zusammenwirken all dieser Umstände kam dieses ausgezeichnete Resultat für uns zustande.
Polen wir kommen wieder!

Hoch anzurechnen ist auch die Leistung von Verena und Barbara vom Team Sport Nora-Prinzess, die bei ihrem ersten Antreten bei einem Etappenrennen gleich den hervorragenden 2. Platz erreicht haben.

Resultate unter www.bikechallenge.pl







the end is.......



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