2RadChaoten.com Stories Mountainbike Berichte 2007 NoMan ist Weltmeisterin!

NoMan ist Weltmeisterin!

Die Fakten

Nach 24 Stunden und 67 Runden überquerte Lisi Hager am Sonntag, 19.8., Schlag 13 Uhr die Ziellinie der 24-Stunden-WM der Mountainbiker im bayrischen Ruhpolding als fulminante Siegerin. Sieben Runden, das entspricht einer Fahrzeit von 2,5 Stunden, betrug ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte, Irene Pfab aus Deutschland. Dabei sah es während der ersten Rennhälfte nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit ihrer härtesten Konkurrentin, Vize-Europameisterin Karin Kondert/AUT, aus. Erst kurz vor Halbzeit ging die 2RadChaotin in Führung und baute diese rasch auf mehrere Minuten aus. Bald darauf gab Karin das Rennen auf, die übrigen Konkurrentinnen lagen zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich zurück.

Insgesamt legte NoMan bei für sie idealen Wetterbedingungen (Sonne, Wolken und max. 25 Grad; kühle, feuchte Nacht) auf dem technisch einfachen, aber mit steilen Rampen nur so gespickten Kurs 382 km und 6.900 Hm zurück. Drei Mann (Danke, Danke, Danke!) und der erweiterte Betreuerkreis von Zelt-Untermieter bzw. -Nachbar Race-Driver und NoBody sorgten dabei für die perfekte Rundum-Verpflegung und Motivation.


Weltmeisterin Lisi Hager vor den deutschen Konkurrentinnen Irene Pfab (Team Rocket Zorko) und Nancy Scholz (Team Hai Bike). (Foto: Jimmy)



Die Außerdems

Es ist bekannt: Ich esse viel und ich esse gerne. So viel und so gerne, dass ich auch diesmal wieder acht Minuten Rückstand aufgerissen habe, weil doch der Licht-Wechsel so gut mit der Abendmahlzeit konveniert. Aber mal ehrlich: Was ist schon ein Weltmeistertitel, wenn man endlich, endlich der ultimativen Wettkampfverpflegung gewahr wurde? Schall und Rauch ...
Im Gegensatz zu Palatschinken. Die sind Zucker, sind Wärme, sind Geschmack, sind flutsch weg, sind meine erste und einzige Lieblingsspeise - auch, wenn ich sie jetzt für ein paar Monate nicht sehen kann.

Sprechchöre, Gesänge, Ratschen, Glocken, Gebrüll. "Heidi! Heidi kommt!" *Klatschlaufjauljapsratsch* "Schönes Rad, schönes Rad", wiederholt ein Leidensgenosse im Vorbeifahren immer wieder. "Heidi, Heidi, deine Welt sind die Berge", singt ein dreiköpfiger Bubenchor am Fuße des bösen Schotteranstiegs, furchtbar falsch, furchtbar stimmbrüchig, furchtbar deplatziert - aber so überwältigend! Tatsächlich: Mein Rad ist nicht nur schön, mein Rad ist nicht nur hochfunktionell; mein Rad generiert ganze Fanclubs, die mir seinen Namen kurzerhand als meinen umhängen. Und mein Rad ist besser als jeder junge Hund, wenn's um den Erstkontakt mit männlichen Gleichgesinnten geht ...


NoRun macht seinem Namen alle Ehre ... Betreuend absolvierte Franz sagenhafte 1.080 Hm zwischen diesem Hügel, dem orangen Zelt im Hintergrund und der Verpflegungsausgabe auf der Anhöhe dahinter. (Foto: Jimmy)


Was vom Tage übrig blieb: Eine Weltmeister-Medaille ... (Foto: Sportograf.de)

Keine Fahnen, keine Hymnen, keine Blumen, kein Sekt. Und vor allem: kein Weltmeistertrikot. Also ein ganz schön ruhmloses Ende für eine ganz schön ruhmreiche Fahrt. Abgesehen davon (und von der inexistenten Moderation), war die 24H-WM in Ruhpolding ein Event, wie man ihn sich nur wünschen kann: Perfekte Infrastruktur, hervorragende Verpflegung, nette Show-Acts, gekonnte Musik-Beschallung, trotz hohen Aspahltanteils abwechslungsreiche Strecke, gute Stimmung ...

Trotzdem, an irgendwas muss man's doch, verflixt noch einmal, ausmachen können, dass ich jetzt ganz wer anderer, ganz wer besserer, ganz wer tollerer, ganz wer preisgekrönterer bin. Die rettende Idee kam von Jimmy: Man erreicht mich ab jetzt unter



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