2RadChaoten.com Stories Mountainbike Berichte 2010 Neues von der MTBO Fraktion

Neues von der MTBO Fraktion

Wettkämpfe sind immer gut um mal wieder ein paar Zeilen in den PC zu tippen, man hat ja Zeit genug. Diesmal sitz ich in einem Grand Hotel in Frankreich, in Begleitung vom Europameister und der vielfachen Weltmeisterin im MTBO. Nobel geht die Welt zu Grunde, darum haben wir uns im ersten Hause am Platze in Vesoul einquartiert. Wohlgemerkt der vorher gebuchte Campingplatz "du Lac" war eher von der Kategorie Sub-Sub Standard und ziemlich widerwärtig was die sanitären Anlagen betrifft.

Lang ist die Saison schon für uns MTBO´ler, darum ist´s gut, dass jetzt bald die erste kleinere Saisonpause kommt. Nur noch schnell die Weltranglistenläufe und den 4-Tage OL hier in Frankreich, danach ab in die erste Pause. Angefangen hat die G`schicht bereits im März mit einem 2,5 wöchigem Wettkampf-Trainingslager in Portugal und Schweden. Wenn sich jetzt jemand die Frage stellt, warum um alles in der Welt man im März statt wie üblich in den Süden in den Norden reist, dem sei gesagt, regnen tut´s eh überall und kalt ist´s auch, egal ob im Norden oder im Süden. Aber mal von Anfang an:


Zuerst gings per Flugzeug (in pre Asche Zeiten flog das noch) nach Porto und gleich weiter mit dem Miet-BMW mit etwa 220 Sachen Richtung Chavez an der spanischen Grenze ganz im Norden. Aja vorher gabs noch 2 WK in der Nähe von Porto, aber trotz Sieg und 3. Platz vergessen wir die lieber. 10 Grad und hüfthohes Wasser hinterlassen doch keine so tollen Erinnerungen. Doch weil das noch nicht Winter genug war gings weiter Richtung besagtes Chavez. Dort dann etwa 4-8 Grad und Regen, aber manchmal auch Sonne, glaub ich zumindest. Der absolute Tiefpunkt war dann Morgenfrost (Mietauto natürlich ohne Eiskratzer – wer braucht das schon in Portugal) und 2 Grad auf der Autobahn nach Lissabon.


Wider erwarten wars mal zur Abwechslung warm und sonnig


schön ists schon hier drüben

Aber genug gejammert, in Lissabon war das Wetter doch recht brauchbar. Ein Wettkampf da, einer dort, einer lustig, einer ohne mich. Mir hatte das Wetter ja leider eine unfreiwillige Trainingspause mit Fieber beschert. Der lustige Wettkampf war dann in der Nähe von Sintra in Form eines Score OL bei dem man eine bestimmte Punktezahl erreichen musste.

Score MTBO: Jeder Posten zählt Punkte, je weiter weg oder schwieriger zu erreichen desto mehr. Bei dieser Form des Wk gewinnt der mit den meisten Punkten in kürzester Zeit, wobei es oft ein Zeitlimit gibt, über dem dann Punkte abgezogen werden. Hier in Portugal musste man exakt 100 Punkte erreichen, darüber oder darunter wurde man disqualifiziert. Also nicht nur schnell fahren und Karte lesen, auch noch Rechnen war angesagt.







Gleich nach dem Trainingslager in Portugal flogen wir nach Schweden zum 4 tägigen Intensivwettkampftrainingslager bei Kristianstadt. Dort war recht gutes Wetter, zwar nicht warm, aber dafür sonnig. Die Wälder dort oben sind einfach genial, wie im Märchen, zahllose Singletrails schlängeln sich durch lichte, mossbewachsenen Wälder in den ehemaligen Dünen. Das TL wird jedes Jahr von den Dänen organisiert und dort trifft sich die Weltelite zum ersten Kräftemessen und zur Standortbestimmung.

Kurz darauf gab es dann den ersten Saisonhöhepunkt mit einem Weltcuprennen in Ungarn am Plattensee. Dort war so ziemlich das einzige Mal in der heurigen Saison, dass es trocken, staubig und warm war. Für mich gab es bei der Langdistanz und bei der Mittel jeweils den 15. Rang mit durchaus respektablen Zeiten. Das Orientieren fiel mir noch nicht ganz so leicht, aber der Rückstand auf die Weltspitze hielt sich sehr in Grenzen. Die Dichte ist inzwischen so stark, dass man mit einem kleinen Fehler sofort aus den Top 5 draußen ist. Trotzdem bin ich sehr zufrieden, denn der Grundspeed passt und das Orientieren wird immer besser wie die nächsten WKs zeigen werden.


Eine Woche nach Ungarn fand in Götzendorf und Aspang die ersten Läufe zum Austria Cup statt. Zuerst eine Mitteldistanz mit Sprinteinlage mit einem superschnellen ersten Teil und einem Kartenwechsel auf eine Sprintkarte in der Kaserne mit zahlreichen verzwickt versteckten Posten. Der nächste Tag war dann ganz konträr mit haufenweise Höhenmeter und zahllosen Routenwahlen. Am Samstag wurde ich guter 3., konnte mit dem Tempo von unserem Jungstar Kevin Haselsberger aber nicht mithalten. Am Sonntag aber dann konnte ich meine Erfahrung auspacken und einen knappen Sieg vor Bernhard Schachinger einfahren.

Bevor es nun endgültig nach Frankreich ging standen noch 2 Trainingswettkämpfe in Blansko (Tschechische R.) am Plan, auch dort gelangen mir 2 sehr gute Läufe mit einem 5. und einem 6. Platz. Obwohl ich nicht am Limit gefahren bin, konnte ich bei der Mitteldistanz bis kurz vorm Ziel die Führung halten, bis ich dann mit einem Flüchtigkeitesfehler und nur 1 Minute Rückstand auf den 6. Platz zurückgefallen bin.
Aber jetzt gilt die ganze Aufmerksamkeit wieder den neuen Wettkämpfen hier in Frankreich. Heute Nachmittag geht's los mit einer Langdistanz. Bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter zumindest halbwegs mitspielt.

Pics: NoWay, Em Benham Text: NoWay



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