2RadChaoten.com Stories Mountainbike Berichte 2006 MTBO WM mit Chaotenbeteiligung


3 Chaoten ist es gegönnt bei der MTBO WM in Finnland, genauer in Joensuu, teilzunehmen.
Heute gehts los, um 10:25 geht der Flieger nach Helsinki, dann steht noch eine 6h Busfahrt nach Joensuu bevor (Abfahrt 20:00).
Mit dabei sind die Weltmeisterin Michi Gigon (NoSlow), Lisi Hohenwarter (NoFreeze) und Andi Rief (NoWay). Daneben werden wir natürlich von Betreuern und einigen anderen aus dem Nationalteam begleitet, insgesamt ist Österreich durch 4 Burschen und 3 Mädls vertreten.
Als Chaoten werden die 3 höchstens durch Taten (hoffentlich nicht bei den Bewerben), aber nicht durch Trikots auffallen, da alle im Dress des Nationalteams starten müssen.

Wenn es die Zeit und der Internetzugang erlaubt, schickt Andi aus dem hohen Norden einen (Fast-)Live Bericht und Fotos.


NoWay


NoFreeze


NoSlow

1. Vorbericht

Die Anreise war furchtbar mühsam, erst 2.5h flug, mit Troubles beim Check in, da eine türkische Grossfamilie ziemlich Ärger gemacht hat und beim Grossgepäck nichts weiterging. In Helsinki folgte dann einen Stadtspaziergang, da wir 8 Stunden auf die Weiterfahrt mit dem Bus warten musste. Um halb drei des Morgens waren wir endlich im Quartier.
Das Wetter ist ziemlich heiss, immer über 30 grad und in da nacht nicht viel kühler, das Wasser ebenso, daher stand heute Strand und Baden am Pogramm.
Das Model Event (Trainigszone) war auch gut, das Gelände is sehr fein, sehr staubig und tolle Trails, aber auch sehr schnell. Kein Gatsch weit und breit!! Hab zwar einen Posten heut verwechselt, aber ich glaub ich komm gut zurecht mit dem Terrain.
Morgen startet die Quali fuer die Langdistanz, ich hoff das klappt.
Heute gehen wir nur noch Eis essen und relaxen.

lg, NoWay

Quali für die Langdistanz

Michi Gigon hat sich als 5. in ihrem Lauf ebenso für die Langdistanz qualifiziert, wie Andi Rief (12.) und Lisi Hohenwarter, die Lauf 14. wurden. Vom Rest des Teams konnten sich Peter Entenfellner und Bernhard Schachinger ebenfalls qualifizieren, Stefan Czerwenka wurde auf Grund eines nicht registrierten Stempels disqualifiziert. Blöderweise hat er das Backup System, welches fuer diesen Fall vorgesehen ist, im Rennen verloren und konnte die richtige Streckenfuehrung nicht nachweisen.

Hattrick in der Mitteldistanz

LIVEBERICHT Michi nach Ihren 3. Titel in Serie:

Hej!
Ich habe es wieder geschafft! Jetzt endlich der Hattrick!
Zum 3.Mal in Folge habe ich die MTBO-WM auf der Mitteldistanz gewonnen!

Heuer war ich nicht so klare Favoritin wie im Vorjahr, da die Finninen im Heimgelände bisher praktisch unschlagbar waren. Selbst mit perfekten Läufen konnte ich in der Vergangenheit in Finnland nicht gewinnen.
Ausserdem ist in den bisheringen World Ranking Events eine Russin aufgetaucht (Ksenia Chernikh), die körperlich allen überlegen war. Ich zweifelte Ende Mai auch schon an meiner körperlichen Leistungsfähigkeit, aber mein Trainer Micki Prehsler stellte mir für Juni noch einen harten Trainingsplan zusammen, der dieses Problem dann doch etwas dezimierte.
Heute als ich die Karte in die Hand bekam, dachte ich mir aber: Da könnte was gehen. Denn die Strecke war sehr schwierig. Ein ausgesprochen dichtes Wegenetz mit teilweise eng gesetzten Posten, aber auch gleich einer langen Routenwahl zum ersten Posten wartete auf mich.
Heuer wurde zum ersten Mal eine rote Gruppe mit den besten 10 aus der Weltrangliste erstellt, die ganz am Ende startete. Nachdem ich am Anfang dieser roten Gruppe startete, wusste ich alle Stars hinter mir. Das hiess: zum 1. Posten ja keinen Fehler machen, denn gute Leute wird man schwer wieder los, wenn mal einmal eingeholt worden ist. Aber ich erwischte eine gute Route, die Karte war sehr gut lesbar und das gab mir schon einmal Selbstvertrauen. Beim 4.Posten stempelte ich fast schon den Männerposten. Ich kontrollierte aber noch rechtzeitig die Nummer und suchte dann lieber doch noch meinen Posten, wo ich zu meiner grossen Freude Ramune Arlauskiene (LTU, WM 3. vom Vorjahr), die 2 Minuten vor mir gestartet war und Stanka Fajtova (SVK, 4 Min vor mir gestartet) einholte. Bis kurz vor dem Zuschauerposten waren wir zusammen und dann liess ich die beiden nach einer missglückten Routenwahl von Ramune auch hinter mir.
Nach dem Zuschauerposten war es nicht mehr so weit ins Ziel, aber es gab noch genügend Möglichkeiten, Fehler zu machen. Vor allem in einem sehr flachen, von vielen sandigen Wegen durchzogenem Gebiet. Ich hatte Glück, denn ich sah Christine Schaffner (SUI), die gerade von einem dieser Posten kam. Also wusste ich, wo ungefähr der Posten zu finden war. Beim nächsten Posten sah ich sie auch noch aus der Ferne stempeln und dann orientierte ich voller Enthusiamus gleich zum vorletzten Posten. Leider musste ich noch zum vorvorletzten Posten. Irgendwie kam mir die Karte dann doch etwas seltsam vor und ich erkannte den Fehler und schwenkte noch rechtzeitig um. Beim letzten Posten schrie mir Coach Wolf noch zu: "Es geht um Sekunden" und im Endeffekt war ich eineinhalb Minuten vorne.
Zweite wurde die Freundin meines lieben Bruders Hana Bajtosova (SVK), wie wir es uns vor einem Monat ausgemacht hatten. Denn bei einem slowakischen Cup scherzten wir und meinten: Bei Middle gewinne ich, und du wirst 2. und bei der Langstrecke machen wir es umgekehrt. Den ersten Teil hätten wir ja mal erledigt, aber auf der Langstrecke werden die Karten neu gemischt und es gibt andere Leute, die auch noch ein Wörtchen mitzureden haben.

Das wars mal von mir, aber ich bin ja nicht alleine hier: Die anderen Damen konnten nicht so wirklich überzeugen: Niki Senft und Lisi Hohenwarter rissen gleich mal auf der Strecke zum ersten Posten fast 10 Minuten Rückstand auf. Niki brachte ihr Rennen noch als 48. ins Ziel und Lisi Hohenwarter stempelte einen Herrenposten und wurde disqualifiziert.
Bernhard Schachinger war wie erwartet der beste Herr und wurde nach einigen schlechten Routenwahlen 38.
WM-Rookie Andi Rief fuhr den Schmetterling in der falschen Richtung an, kam beim ersten Schmetterlingsposten drauf und korrigierte noch. Das kostete ihm aber viel Zeit (4.5 Minuten alleine bei diesem Fehler) und er erreichte den 56. Platz. Stefan Cerwenka kämpfte auch mit den Routenwahlen und hatte Probleme, den letzten Posten zu finden und wurde 62. Peter Entenfellner wurde, nachdem er nach Zieleinlauf vor lauter Wut sein Bike in die Landschaft fetzte, nicht mehr gesehen.91.Pl.

LG Michi

letzten Posten gefunden, auf zum Zielsprint.


SIEG!!

Long Distance Finale

Letztendlich aber doch der Rest der Geschichte aus den finnischen Wäldern. Nach dem Pausetag am Dienstag standen noch das Finale der Langdistanz am Mittwoch und die Staffel am Donnerstag am Programm. Bei der Langdistanz war das Team schon ziemlich dezimiert und es konnten nur 2 aus dem Herrenteam und 3 Mädls an den Start gehen. Peter reiste vorzeitig ab, da ihm die Hitze zuviel wurde. Also blieben noch Börni und meine Wenigkeit um die Ehre Österreichs zu verteidigen. Leider glückte uns das nicht ganz so wirklich, Börni wurde zwar 34. doch ich wurde auf Grund eines Postenfehlers leider disqualifiziert.


Lisi

Kurz zum Rennen: wie gehabt war es staubig und heiß, also typisch finnisches Wetter. Nur kurzzeitig hatte der Himmel ein Einsehen und schickte ein paar Wolken vorbei. Die Streckenführung war durchaus einerWM würdig, 2 Kartenwechsel, über 1000hm und incl. meiner Verfahrer fast 50km. Immerhin reichte es zu einer Siegerzeit von über 2h. Der Sieger hieß einmal mehr Mika Tervala aus Finnland vor Ruslan Gritsan (RUS) und Matti Keskinarkaus(FIN). Bei den Mädls lief die Sache schon bedeutend besser, es gab zwar keine Medaille, aber äußerst respektable Ergebnisse: Michi wurde 7.,Lisi 22. und Niki 40. Das Siegertreppchen wurde in dieser Reihenfolge von Christine Schaffner (SUI), Ksenia Tchernykh (RUS) vor Ingrid Stengård (FIN) besetzt.

Relay (Staffel)


Übergabe 2 auf 3

Bei der Staffel schrammten unsere Mädls haarscharf an einer Sensation vorbei. Mit nur 49sec wurde unser Team 4. hinter dem tschechischen, finnischen und russischen Mädls. Falls sich jemand wundert warum in der Ergebnisliste der 5. Platz steht: bei der Staffel wird nur das schnellste Team eines Landes gewertet. Bei uns Herren lief es zum Abschluss auch ganz hervorragend mit der besten österreichischen Staffelplatzierung in der Geschichte. Immerhin schafften wir es auf den 9. Platz und retteten somit doch noch ein gutes Ergebnis.

Zum Abschluss bleibt mir nur noch dem Team alles Gute für die EM in Warschau Ende August zu wünschen, diesmal kann ich leider nicht dabei sein, da ich In Bärnkopf an den Start gehe.

 Die offizielle WM Homepage

 Österreichischer MTBO Verband

 Der dazugehörige BB-Thread



Zurück





Diese Seite wurde bis jetzt 3217 Mal besucht

Newsletter / Sitemap / Impressum

Powered by Silverserver / Hosted by NYX Sportmanagement GmbH
© 2002-2019 by 2RadChaoten.com. All rights reserved.