2RadChaoten.com Stories Mountainbike Berichte 2010 M3 Marathon in fernen Landen


... Vorarlbergern (nicht den Sieben Zwergen). Das Rennen konnte in seinem zweiten Jahr die Starterzahl auf durchaus beeindruckende 450 Biker verdoppeln, die aber auch eine fordernde Rennstrecke in einer landschaftliche wunderschönen Gegend geboten bekamen. Ein bemühtes Organisationsteam sorgte für einen reibungsfreien Rennverlauf - inklusive Streckenposten waren über 300 Leute daran beteiligt! Und das strahlende Sommerwetter tat sein übriges dazu, dass es ein toller Renntag wurde. 

NoRun´s Eindrücke


…oder die leiden des „jungen“ NoRun´s. Da ich einen Faible für längere Marathons habe, war der M3-Marathon im Montafon ein Pflichttermin auf meinem heurigen Rennkalender. 4400 hm auf 145 km rund um die Berge von Schruns verteilt, versprachen eine ziemliche Quälerei zu werden.
Pünktlich um 7 Uhr startete das Rennen. Die ersten 20 km führten eher gemütlich durchs Montafon. Danach ging es rauf zur Silvretta Hochstraße, über die Bielerhöhe, durch einen ziemlich heftigen Downhill und über die ersten 20 schon gefahrenen Kilometer, retour nach Schruns. So weit so gut.

Bis dahin fühlte ich mich noch sehr gut. Doch als es dann wieder raus aus Schruns, in Richtung Silbertal ging, merkte ich ein leichtes Gefühl von Schwäche in mir. In den nächsten zehn Kilometer wurde ein Zustand der völligen „Pecktheit“ draus. Und nun gingen die Überlegungne los :“So jetzt bin ich bei km 90, steh wie a Stiefl und hob noch 55 km mit über 2000 hm vor mir…hmmm…i wü nimmer.“ . da ich schon in Bad Goisern die A-Strecke abgebrochen hab, wollte ich nicht schon wieder ein Rennen abrechen. So quälte ich mich die nächsten 20km weiter. Immer vom Gedanken der Aufgabe verfolgt.


Mein Rad schiebend habe ich schon einen Streckenposten nach den kürzersten Weg zurück nach Schruns gefragt. „Entweder fohrst so owi wiest grod dei radl aufi gschoben host. Oder du fährst do jetzt owi, aber vorm letzten Anstieg biegst links nach Schruns ob“
Da sich der Gedanken des „Nicht-Aufgebens“ in meinem Kopf schon so manifestiert hat, rollte ich halt zum letzten Anstieg.
700hm auf ca. 10 km…Bei der Labe vor dem Anstieg verpflegte ich mich noch ein wenig. Die halbe Labe leer gegessen machte ich mich auf den Weg Richtung Ziel „Irgendwie komm ich über den Sch… Hügel, und wenn ich schieb“ Ich duellierte mich noch mit einigen Wanderern und war für meinem Zustand eigentlich relativ rasch oben. Die letzen Scheibenschupfer nahm ich im Wiegetritt und war schlussendlich nach 9h 25min (5h davon leidend) im Ziel.



NoRegret´s Eindrücke

Am Samstag hatte ich zwar erst um 9 Uhr Start, aber ich stand schon früher auf um den Start der Langdistanz anzuschaun. Danach gabs ein ausgiebiges Frühstück im Hotel. Das Wetter war schön, aber bis die Sonne ihre wärmenden Sonnenstrahlen auch in die Westhänge des Montafons schicken konnte, dauerte es noch eine Weile. Nach dem Startschuss ging es erst lange auf der Bundesstraße in das Silbertal hinein und dann auf einer unspektakulären Forststraße den ersten Berg hinauf. Es machte mir auf diesen ersten Kilometern überhaupt keinen Spass, da es wirklich fad war. Ich rollte eher durch die Gegend und schaute mir die Landschaft des Montafons an


Auf der Abfahrt zurück nach Schruns – nach ca. 35 km – war ein lustiger, verblockter und steiler Downhill eingebaut. Dieser war sehr spaßig zu fahren und bei mir stellte sich der Schalter plötzlich von Touren- auf Rennmodus um. Den zweiten Berg nahm ich dann mit Vollgas, fast kam es mir vor als würde ich ein Bergzeitfahren absolvieren. Ich überholte viele Fahrer, die ich zuvor lustlos hatte ziehen lassen. Auf der abschließenden Abfahrt Richtung Ziel nahm ich etwas an Tempo heraus, da sehr viele Wanderer auf der Straße unterwegs waren und ich einfach nicht das Risiko eingehen wollte plötzlich eine Galionsfigur am Lenker zu haben.
Mit meiner Leistung war ich eigentlich auch ganz zufrieden. Durch mein 40 km langes Pummeln habe ich sicher 15-20 Minuten verloren. So geht der 30. Gesamtrang durchaus in Ordung.

Text: NoRun, NoRegrets Pics: Sportograf.com



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