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Lisi's Transalp Tagebuch

Sieben Etappen, 18 Pässe, 820 Kilometer, 20.500 Höhenmeter – diese imposanten Zahlen sind die Eckdaten der Jeantex-Tour-Transalp , dem erstmals veranstalteten Straßen-Pendant zur legendären Adidas Bike Transalp-Challenge. Mittendrin im Rennrad-Tross, der von 29.6. – 5.7. von Oberammergau (D) über die Alpen nach Garda (I) radelt: MBR-Redakteurin Lisi Hager. Sie startet gemeinsam mit Hrinkow-Aushängeschild Petr Cirkl in der Mixed-Kategorie. Via Online-Tagebuch wird sie die Daheimgebliebenen auf dem Laufenden halten.

Freitag, 27. Juni - Liebes Tagebuch ...

Hilfe, Angst! Nur noch zwei Tage, bis ich zum ersten Straßenrennen meines Lebens starte. Keine Ahnung von Windschatten, Taktik und Formationen, keine Übung im Wiegetritt-Fahren und als Partner niemand geringeren als Petr Cirkl – hätte ich nicht einen Langsameren fragen können? Der langweilt sich doch zu Tode neben mir! Aber gut, wenigstens riskiert er schmerzende Arme beim Anschieben (Seile u.a. Hilfsmittel sind nämlich aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt). Das ist nur gerecht, schließlich wird mir in Kürze alles weh tun, was nur weh tun kann ;-). Gerade war ich zwecks Feintuning noch bei Wunderfinger Alex massieren, das Grobe hat Cheftrainer Fritz Tröstl bereits in den Wochen und Monaten zuvor erledigt. Danke euch beiden schon jetzt, unabhängig vom Ausgang dieses Unternehmens! Jetzt heißt’s Packen und dann ab Richtung Bayern, mit einem Zwischenstopp in Oberösterreich, um Petr aufzusammeln und noch kurz meine Familie zu besuchen.

…ich bin ja schon sooo gespannt!

Sonntag, 29. Juni, 1. Etappe: Oberammergau - Sölden
141 km, 2.936 Hm, Fahrzeit: 4:38:30, Schnitt: 30 km/h

Ich bin überrascht, wie gut ich Rennradfahren kann, sowohl im Feld beim Windschattenfahren als auch bergab. Petr meinte mit einem schelmischen Lachen, dass ich sogar schneller bergab fahren würde als er. Bergauf und auf „schmierigen“ Geraden werde ich zum Jojo-Ball: Petr schubst mich voran, ich trete kurz ins Leere, bevor ich ein paar Tritte in meinem Tempo fahre, bis Petr mich wieder eingeholt hat – dann beginnt das Spiel von Neuem. Ergebnis: Petrs Schultergürtel und Arme schmerzen ungefähr so wie meine Beine. Momentan haben wir beide Probleme, wenn’s wirklich steil bergauf geht, weil ich die niedrige Trittfrequenz nicht gewöhnt bin und Petr das Schubsen bergauf immer zum Beinahe-Stillstand bringt und er dann neu anrackern muss.

Zum heutigen Rennverlauf: Wegen unserer hohen Startnummer mussten wir uns beim Start ganz hinten einreihen. Innerhalb weniger Kilometer rollten wir das Feld auf und befanden uns dann in der ersten Gruppe, die die ersten 60 Kilometer mit einem 40er-Schnitt absolvierte (wow!). Dann ein 15-Kilometer-Anstieg aufs Hahntenjoch, auf dem wir Vollgas gaben und oben ziemlich ausgepowert waren. Die folgenden Abfahrt brachte landschaftliche Leckerbissen: Felswand rechts, Aussicht ins Tal links, dazwischen schöne Kurven und langsame Autofahrer, die wir überholten (nochmal wow!). Danach ein böser, schmaler, sehr steiler Zwei-Kilometer-Anstieg auf einer Straße, die durch Unwetter (Schotter, Schlaglöcher …) in einem sehr schlechten Zustand war. Dort habe ich mich „abgeschossen“, und dementsprechend qualvoll waren die letzten 40 Kilometer mit ständigem Bergauf, aber Gott sei Dank Rückenwind. Hart an der Grenze zum Krampf bzw. leicht drüber war dann nicht mehr als ein „Heimrollen“ ins Ziel möglich. Aber trotzdem: Wir führen! Am Abend bei der Siegerehrung schlüpften wir in unsere schönen, orangen Leader-Trikots, farblich passend zur Chaoten-Teamhose (drittes Mal wow!).


nur noch 20 minuten bis zum start und alle sind völlig ahnungslos: wohin fahren wir?


my first leader jersey ever! Und sogar in der passenden größe – zumindest bei mir, das von petr is a bissl eng...


aufgefädelt: alle sieger der ersten etappe


so schön war’s am timmelsjoch, dem höchsten punkt der transalp. Gesehen hab ich davon nix, vor lauter konzentration auf’s rennen.

Montag, 30. Juni, 2. Etappe: Sölden - Sterzing
92 km, 2.778 Hm, Fahrzeit: 3:46:00, Schnitt: 25 km/h


Heute stand mit dem Timmelsjoch (2.509 m) der höchste Punkt der Transalpauf dem Programm - 1.300 Höhenmeter im Stück, kaum Flachstellen, eine einzige kurze Bergab-Passage zwischendurch. Petr und ich fanden einen sehr guten Rhythmus und lagen am Gipfel nur 10 Minuten hinter den ersten Herren-Teams. Es folgte eine spektakuläre Abfahrt vor einer beeindruckenden Kulisse, die ich wieder mal – voll konzentriert auf die Abfahrt – nicht mitbekommen habe. Mein Bruder-Betreuer-Fotograf Hubi meinte nur, es habe seine schönsten Fotos ever geschossen - da bin ich schon gespannt! Wir konnten bergab und dann im Flachstück bis zum Jaufenpass sogar zur Spitzengruppe aufschließen, und auch den Jaufenpass selbst - mit seiner bösen, „immer vorhandenen“ Steigung meisterten wir bravourös. Irgendwie machten wir alles richtig, auch ernährungstechnisch passte alles - wir „tankten“ zum richtigen Zeitpunkt und fielen nie in ein Loch. Die letzten 15 Kilometer ging’s entspannt bergab Richtung Ziel – 6:30 Minuten Vorsprung auf das zweite Mixed-Team, heute ein anderes als bei der gestrigen Etappe, und damit ein Gesamtvorprung von 17 Minuten. Bei der Siegerehrung und der Besprechung der nächsten Etappe lieferte Streckenchef Uli Stanciu wieder einmal eine seiner beliebten Überraschungen - mit seinem ebenso bekannten Lächeln: Wegen der Sperre eines Tunnels wird die morgige Etappe - mit 3.600 Höhenmetern die „Königsetappe“ der Transalp - umgeleitet. Bedeutet: noch einmal 200 Höhenmeter mehr, aber ein wunderschönes Panorama (bei dieser Textstelle kam übrigens der „Stanciu-Grinser“). Und wieder einmal - wow!!!


O-ton petr: "mit lisi fahren ist anstrengender als gegen kurt pospichal ;-)"


chill-out am schattigen bankerl in sterzing


Dem Schöpfer der Transalp ganz nah.Uli Stanciu der sich gerne unter Fahrervolk mischt plaudert mit uns.


halbtot und hungrig - verdiente Jause nach der gewonnen Königsetappe.

Dienstag, 1. Juli, 3. Etappe: Sterzing - St. Vigil
125 km, 3.830 Hm, Fahrzeit: 5:12:00, Schnitt: 24 km/h


Heute haben wir die Königsetappe in Angriff genommen - und wieder gewonnen! Aber leicht war das nicht, zum einen wegen der Strecke selbst, zum anderen weil wir heute erstmals attackiert worden sind. Aber der Reihe nach: Erst ging’s ganze 35 Kilometer neutralisiert nach Brixen, was anfangs sehr gemütlich war, im letzten Drittel aber bereits grobes Renntempo. Hier meldeten sich erstmals meine Beine - besser: Sie glänzten durch Abwesenheit. Aber noch bevor ich mir darüber Sorgen machen konnte, ging’s auf das Würzjoch - 1.400 Hm am Stück mit einigen wenigen Flachpassagen. Und plötzlich waren sie da - Jens Schwedler und seine Partnerin - und blieben uns fast eine Stunde auf den Fersen. Petr und ich gaben ordentlich Stoff, und so oft als möglich bin ich aus dem Sattel, um meiner Konkurrentin zu zeigen, wieviel von diesem Tempo von mir selbst kommt. Schließlich konnten wir sie abschütteln, allerdings war ich mir angesichts meiner leeren Beine und dem, was noch vor uns lag, sicher, dass ich bald elendig eingehen würde - aber nix da! Je steiler die Rampen wurden, desto rhythmischer kämpfte ich mich hoch, während Petr lebensrettende Gel-Packungen an der Labstation einpackte (Hubi und Carin, Petrs Freundin, kamen nämlich mit dem Betreuerauto nur bis zum Würzjoch, dann war wegen Umleitungen und schmaler Straßen Schluss). Und dann war er da - der Furklpass: kilometerlange, bis zu 18 Prozent steile Anstiege und keine Chance zum Rasten. War das ein Quälen, Ächzen und Stöhnen bei 30 Trittfrequenz und weniger. Aber Petr half, so gut es bei solchen Steigungen eben geht, und die Beine taten unermüdlich ihren Dienst. Dann mussten wir nur noch abwärts rollen, wobei die Kurven nicht ohne waren und vor allem unter den führenden Herren ihre Opfer forderten. Auch die beiden Österreicher Baumschlager/Reindl, heute in der Früh noch im Leader-Trikot, stürzten und verloren wertvolle Minuten. Der Etappenort machte aber vieles wieder wett: tolle Zielverpflegung, super Stimmung dank eines zweiten Sprechers (der übrigens Schauergeschichten über uns zum Besten gab – er meinte,wir seien gestürzt, weil wir seiner Meinung nach zu viel Rückstand auf die Spitzengruppe hatten) und vor allem ein grandioses Abendessen. Kurioses Detail am Rande: Von allen Seiten kommen Anfragen, ob wir wohl unsere Leader-Trikots verschenken würden - am meisten reißen sich die führenden Grandmasters darum, weil unsere orangen Trikots viel besser zu ihren Scott-Hosen passen würden als ihre grünen. Übrigens: Gesamt-Vorsprung 25 Minuten :-)))

Mittwoch, 2. Juli, 4. Etappe: St. Vigil - Corvara
101 km, 2.841 Hm, Fahrzeit: 4:06:00, Schnitt: 24,8 km/h


Uiii - war das ein Bibbern und Zittern heute Morgen! 10 Grad zeigte das Thermometer nur, und anfangs ging’s gleich hurtig bergab. Kurz bevor mir die Finger abgefroren sind, fing aber Gott sei Dank der Anstiegzum Passo Valparola an. Nachdem uns beim Briefing ca. 100 Mal gesagt worden war, wie schön die heutige Etappe in puncto Aussicht und Landschaft sei, habe ich mich ein paarmal gezwungen den Kopf zu heben - und wirklich: Ein Panorama wie auf der kitschigsten Postkarte, umso besser zu sehen, als es gestern Nacht ordentlich gewittert hat und die Sicht heute dementsprechend klar war. Viel Zeit zum Staunen blieb aber nicht, so wie wir raufgenagelt sind, und das, obwohl von Beginn an die Beine nicht wollten - keine Ahnung, womit ich eigentlich gefahren bin. Pass Nr. 2 (Giau) war ebenso schön, aber ein Eck steiler. Außerdem wurde parallel zu unserem Rennen auch eine Ducati-Ausfahrt veranstaltet - hunderte stinkende, unausstehlich laut dröhnende Maschinen neben, vor und hinter uns, bääähhh! Oben war ich völlig leer, und zwar doppelt: Tretmühle und Magen ächzten; zwei Bananen, ein Gel, eine Abfahrt und ein Flachstück, auf dem Petr viel helfen konnte, machten aber fast alles wieder gut. Am letzten Pass brachten wir ein Männer-Team zur Verzweiflung, weil sie nicht mithalten konnten. Die meisten aber freuen sich mit uns, feuern mich an und bewundern Petr für seine Extra-Leistung (Anschieben) - entsprechend viele Glückwünsche gab’s dann auch wieder im Ziel für den 1. Platz!


Es wird mal Zeit für wichtige Leut: z.B. Hubi, unser Chef-Betreuer, -Fotograf, -Logistiker, -Chauffeur, -Mechaniker und was weiß ich noch alles. Danke für deinen unermüdlichen Einsatz, Bruderherz!


Oder Carin, das Lieblings-Fotomodell der offiziellen Tour-Fotografen und –Filmemacher. Macht außerdem auch hinter der Kamera gute Figur: Carin macht unsere Fotos fürs Internet. Immer zur Stelle mit „Bottles, Food, Tablets“ und einem Smile, dass die Sonne aufgeht.

Donnerstag, 3. Juli, 5. Etappe: Corvara - Levico
147 km, 3.522 Hm, Fahrzeit: 5:38:00, Schnitt: 26 km/h


Erst einmal ein Nachtrag zu gestern: Wir haben überraschend die Südtirol-Wertung gewonnen - überraschend deshalb, weil wir gedacht hatten, dass dies eine Sonderwertung für die teilehmenden Südtiroler sei. Der Gewinn: ein Wochenende in einem Südtiroler Bike-Hotel.Fein oder? Nun zu heute: Wenn Dienstag die Königsetappe war, dann war heute die Kaiseretappe (schnauf, prust, keuch, stöhn!). Kaltstart aufs Grödner Joch mit zu viel Frühstück im Bauch, dann „rüber“ aufs Sellajoch die Erkenntnis, dass meine Beine heute einfach nicht warm werden wollen, ein entsprechend zäher Karerpass und immer wieder der Blick nach hinten: Da müssten doch die Zweiten malauftauchen? Taten sie aber nicht, stattdessen kam ich auf den beiden letzten steilen Pässen in Schwung. Auf den dazwischenliegenden Flachstücken ging dafür umso weniger, zumal wir eine Gruppe erwischt hatten, die weder von Windschatten noch von Kurven eine Ahnung hatte. Auf dem letzten(!) Kilometer erwischte uns ein gewaltiger Wolkenbruch, aber das ist vergleichsweise harmlos zu dem, was die hinteren Fahrer soeben durchmachen. Seit nunmehr zwei Stunden schüttet es in Strömen, und immer noch kommen Teilnehmer rein. Zu allem Überfluss wohnen die meisten von denen im Camp - all das nasse, dreckige Zeug, kein Platz zum Waschen/Aufhängen/Trocknen ... diese armen Schweine!


Nutella-Semmeln, Melonen und weitere Gutzis nach grauslig vielen Höhenmetern und Kilometern und einem finalen Wolkenbruch. Jausenzeit in Levico.


Das Höhenprofil des heutigen Tages. Stolze fünf Pässe, alle nicht übermäßig lang, manche aber bös steil und gemeinsam mit den versteckten Gemeinheiten ganz schön heavy...


What a man!!!

Freitag, 4. Juli, 6. Etappe: Levico - Folgaria
93 km, 2.704 Hm, Fahrzeit: 3:55:00, Schnitt: 24 km/h


Wir werden immer schneller! Nicht nur, dass es uns heute gelungen ist, die führenden Grandmaster zu versägen und dem zweiten Mixed-Team satte 18 Minuten aufs Auge zu drücken, nein - am Ende des ersten Berges waren wir sogar vor den führenden Masters (haben uns bergab aber wieder geholt; so risikoreich, wie die wegen ihres Schnauzbartes von uns „mafiosi“ Getauften runtergeglüht sind, war es mit ihrem Ego wohl unvereinbar, von einer Dame überholt zu werden) und im Ziel sogar Gesamt-14.!!! Und das kam so: Wer meine Bike-Präferenzen kennt, weiß, dass ich ein kleines Ferkel bin - je drekiger und nasser, desto besser. Und wer Petr kennt, weiß, dass er mit Hitze nichts anzufangen weiß, aber mit Regen und Kälte umso mehr. Tja, und das war’s! Es hat nämlich die ganze Nacht geschüttet und den ganzen Morgen und den ganzen Vormittag. Kaum im Startblock, waren wir patschnass, und kaum um die erste Kurve gerollt, war klar, dass Rennrad fahren bei sochem Wetter technisch extrem schwierig ist: null Bremsleistung, viel Rutschleistung.

Sobald der Berg begann, griffen wir an - Petr noch viel mehr als ich, nach einer entsprechenden Kampfansage: „Heute meine Wetter, heute erste Gruppe!“ Und ab ging die Post. Oben lagen wir tatsächlich nur wenige Minuten hinter der zehnköpfigen Spitze!
Aber dann die Abfahrt: klitschnass, saukalt! Es dauert nicht lange, und ich konnte vor lauter Zittern kaum mehr den Lenker halten, die Zähne schlugen aufeinander, die Beine zuckten unkontrolliert durch die Gegend - Schüttelfrost heißt so etwas, glaube ich. Nach endlosen 40 Kilometern führten die letzten Serpentinen steil bergab, und mit jeder Kurve wurde es ein wenig wärmer.

Im Tal strampelte ich mich mit höchstmöglicher Trittfrequenz wieder warm, und dann ging’s auf „unseren“ Berg: Flach und 20 Kilometer lang - so dachten wir. Ersteres stimmte großteils, Zweiteres war falsch - der Gute war nämlich 30 Kilometer lang, wir hatten uns im Höhenprofil verschaut. Aber einmal im D-Zug-Tempo konnten uns heute auch keine zehn Kilometer zusätzlich stoppen, das Essen reichte, die Luft auch, die Motivation sowieso - was für ein Rennen!
Petr wird schön langsam ewas übermütig ob des gigantischen Vorsprungs von mittlerweile 1:13 - statt mich Anzuschubsen, kitzelt er mich und zieht mich an den Haaren. So ein Lauser!


Petr: „Mein Vater hat das früher immer mit mir gemacht“, sprach’s und packte mich am Krawattl. Auf was für Ideen man kommt, wenn der Berg nicht und nicht aufhören will...


Petr Lieblingsspeise: Melonen – in allen Farben und Formen, Hauptsache, viel und in Zielnähe ;-)


After-Race-Striptease. Nix wie raus aus den nassen Fetzen!


Ziehen und Schieben ist erlaubt – auf dem Weg zum Hotel auch durch Dritte, Motorisierte...


Gehört mir, mir, mir! Praktischerweise gibt’s alles doppelt (mit Ausnahme des Riiieeesenpokals), um die Goodies brauchen wir uns also genauso wenig streiten, wie um sonst was. Ob’s wohl noch andere Teams gab, die so harmonisch über die Alpen geradelt sind?

Samstag 5. Juli 2003, 7. Etappe: Folgaria - Garda
103 km / 2109 hm, Fahrzeit 3:30:00, Schnitt: 29 km/h


Die Katze ist im Sack! Heute haben wir uns den siebenten Etappen- und somit entgültig den Gesamtsieg geholt - ein tolles Gefühl mit dieser Gewissheit in Garda einzurollen. Rennmäßig haben wir heute nicht mehr viel gebracht. Nachdem es in der Früh noch ganz schön frisch war, hatten wir für den sonnengesegneten Bergrücken am Ostufer des Lago eindeutig zu viel Kleidung an, außerdem drückte uns beide die Blase, kaum, dass die neutralisierte 30 km Abfahrt vorbei war. Bei Petr kein Problem, aber bei mir würde ein Sprung in die Büsche ewig dauern. Trotz relativen Bummeltempo im zweiten Teil kam keine Konkurrenz von hinten, sodass wir ziemlich entspannt Richtung Lago rollten, abgesehen vom nervigen Wind. Nach ein paar Siegerinterviews für Presse und TV hüpften wir geradewegs in Wasser - Juhuuu !!! Sengende Sonne, Cappuccino und Pommes während es zu Hause regnet ... Logiert wird heute im Hotel Imperial - das haben wir uns verdient. Ich freu mich schon auf den Sprung in den Swimmingpool morgen nach dem Frühstück. Und natürlich auch die Siegerehrung. Die Podeste wurden direkt am Seeufer aufgebaut und nicht nur wir Schnellen, sondern alle werden geehrt: Wer sämtliche Etappen geschafft hat (und niemand sonst) bekommt nämlich das begehrte Finisher-Shirt. Falls jetzt übrigens jemand Lust bekommen hat, die Straßen-Transalp wird es - entsprechendes Teilnehmerinteresse vorausgesetzt - auch 2004 wieder geben. Prost und Gute Nacht!


Kaum über die Ziellinie gerollt, gibt’s ein Siegerbussi vom Petr für Lisi...


... da freut sich die Lisi aber!


Einmal noch Chill-out, diesmal stilecht am Ufer des Gardasees – so lässt sich’s leben!


Sooo viele Geschenke...



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