2RadChaoten.com Stories Mountainbike Berichte 2010 Laurenz aka NoNose reflektiert über die TopSix 2010


Für die kommende Saison wünsche ich mir eine eigene Altersklasse, eine, für deren Gewinn weniger Anstrengung von Nöten ist als für den heurigen Sieg - z. B. Jungvater und trotzdem schon über 40 aber leichter als 70kg (damit ich nicht gegen NoBrain wettstreiten muss)
Als ich nach dem zweiten Rennen darauf aufmerksam gemacht wurde, dass ich mit ein wenig mehr Motivation für eine Topplatzierung in meiner Altersklasse gut wäre, war es mir auf einmal nicht mehr egal ob ich beim Rennen gesamt 13., 14., oder gar 20. werde. Bei den drei noch ausstehenden Rennen sollte nur mehr ein Stockerlplatz in meiner AK ausreichend für meine Zufriedenheit sein.

Doch wer von diesen alten Herren am Start war nun wirklich schon so alt, um mir diesen Stockerplatz streitig machen zu können? Wen durfte ich ziehen lassen und bei wem musste ich unbedingt dran bleiben? Auf einmal sahen alle Teilnehmer für mich älter oder jünger aus als sie eigentlich waren...alle waren potenzielle Sieganwerter in der AK3. Daher lautete meine Taktik Attacke vom Start weg!



Im Ziel des ersten der drei noch ausstehenden Rennen, dem Stubai-BikeMarathon, empfing mich meine Frau mit den aufbauenden Worten: „Wo bleibst denn so lange. Ich dachte mir schon du hättest mit einem Defekt aufgegeben. Vorne dabei bist jedenfalls nicht. Vor dir liegen eine Menge alter Herren!“ Total fertig und erschöpft ließ ich meinen Blick durch die sich labenden, ausgemergelten und mir völlig unbekannten Fahrer schweifen...tatsächlich alle ALT!! Doch sahen sie ob der Strapazen nur so aus, oder waren bereits wirklich voll ALT. In meiner AK jedenfalls war keiner schneller als ich und ich stand daher ganz oben auf dem Siegespodest



Beim nächsten Rennen war ich schon viel zuversichtlicher. Obwohl mir die flache Topographie vom Reichraminger Hintergebiergsmarathon viel weniger entgegen kommt, als die langen Anstiege und ebenso langen Downhills vom Stubaier, konnte ich mich unter den ersten Dreien behaupten.
Den Schlusspunkt der TopSix-Serie setzte wieder einmal der Granitbeisser. Vom Streckencharakter her wieder gänzlich anders als die beiden vorangegangenen Rennen, nämlich kurze knackige Anstiege und Abfahrten, über oft rutschige, matschige und wurzelige Trails, passte es schon wieder eher zu meinem Fahrkönnen. Nach der Durchsicht der Startliste, war ich davon überzeugt dieses Rennen gewinnen zu können. Doch Christian Hötzmannseder, der mich schon in Reichraming geschlagen hatte, war auch dieses mal um einen Deut schneller als ich. Ein zweiter Platz hat mir in meiner Podestsammlung ohnehin noch gefehlt!


Da eine ganz vordere Platzierung in der AK3 zumeist auch für einen sehr guten Platz in der Gesamtwertung reicht und nicht alle Starter auf die Gesamtwertung fahren, d.h. nicht mindestens vier der sechs Rennen beenden, wurde ich nicht nur Gesamtsieger der AK3, sondern auch gesamt Zweiter Overall...aber wen interessiert das schon. Mich hats auf jeden Fall sehr gefreut und das Ziel war erreicht!!

Text: NoNose Pics: Walter Andre (3), Harald Steiner (1), Fr. Umlauf (2)



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