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Bericht vom 600er Brevet / 27.+28. Mai 2006

Sepp Böck, 2RC WQ Chaot der ersten Stunde, berichtet vom 600er Brevet Wien - Dobersberg - Wien:

Zwei Wochen nach Theiß stand der nächste Ausdauerbewerb am Programm. Ein Brevet über 600 km. Ganze vier Teilnehmer waren am Start erschienen. Ein Ungar, ein Belgier, Günther und ich.

Einerseits deshalb, da dieser Brevet heuer nicht als Qualifikation für Paris-Brest zählt, andererseits hatten einige Starter auf Grund des Wetterberichtes die Nennung kurzfristig zurückgezogen. Wir nicht, denn es gibt keine schlechtes Wetter nur schlechte Ausrüstung (dachten wir zumindes bis dahin, aber es gibt beides wissen wir jetzt).

Gestartet wurde am Freitag um 06.30 Uhr in Wien-Auhof und das erhoffte Windschatten fahren im Feld konnten wir uns angesichts des "riesigen" Starterfeldes fürs erste einmal abschminken. Da wir Richtung Westen fuhren, hatten wir von Beginn an mit extremen Gegenwind zu kämpfen und nach einer halben Stunde kam bereits der erste heftige Regenschauer (und es sollte nicht der letzte sein) der uns bis auf die Haut durchweichte. Der Belgier fiel zurück und zu dritt kämpften wir die ersten 150 km über Hainfeld, Melk, Amstetten gegen den Wind.
Ab Perg in O.Ö. ging es dann Richtung Norden und dort die nächsten 50 km über Bad Zell nach Langschlag zum Teil steil bergauf. Das war für mich der härteste Abschnitt. Nach Kräfte raubenden 200 km in die Berge (Liebenau liegt auf knapp 1000 m Seehöhe), das tat richtig weh. Erst ab Groß Gerungs wurde das Gelände wieder etwas flacher, dafür begann aber nun ein Dauerregen, der bis zum Ende des ersten Tages nicht mehr aufhören sollte.
Über Weitra, Gmünd, Litschau fuhren wir zum Etappenziel nach Dobersberg, das wir völlig aufgeweicht und unterkühlt um 20.30 Uhr erreichten.

Samstag starteten wir um 6.00 Uhr bei strömenden Regen und fuhren erstmals bis zu unserer nächsten Kontrollstelle nach Retz. Ab Retz wurde das Wetter besser und es ging weiter über Laa/Thaya, Hollabrunn Richtung Krems. Und da es wieder mehr gegen Westen ging hatten wir selbstverständlich wieder gegen eine Windwand zu kämpfen. Aber es war jetzt zumindest trocken und warm. Nun, nach mittlerweile 500 km nur noch nach St.Pölten und dann mit Rückenwind nach Wien dachten wir. Der Rückenwind war die letzte 60 km o.k., aber damit das ganze nicht zu einfach werden sollte gab es in der letzten Stunde noch einmal richtig viel Wasser von oben. Um 18.00 Uhr erreichten wir schließlich zu dritt und abermals aufgeweicht bis auf die Knochen das Ziel in Wien-Auhof.

Insgesamt eine sehr selektive Runde mit ca. 4.500 hm. Wäre auch interessant ohne Pause die Nacht durchzufahren, aber nicht bei diesen Witterungsverhältnissen.



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