2RadChaoten.com Stories Rennrad Berichte 2004 Chaoten Mixed

Der Anreisetag


Zusammen mit unserer "One-Man-Show" Betreuerin Nadja machten wir uns bereits am Freitag auf den Weg ins Ländle. Dort wurde ausreichend gegessen, wobei wir Annabelle´s Leidenschaft zu Salat und Gemüse entdeckten ...

Später wurde dann noch bei Bier, Schnaps und Rennie die Renntaktik besprochen, wobei sich Reini und ich einig waren: Die Annabelle fährt und wir schauen zu! Dieselbige fand das gar nicht so lustig (siehe Pic)

Wir einigten uns dann darauf, daß ich mit einem langen Turn beginnen sollte und dann an Reini abgebe. Wir vermuteten, daß das Rennen äußerst schnell und hektisch beginnen würde, und wollten daher unser Mädel, so weit es geht, am Anfang schonen.

So endete der Anreisetag in außergewöhnlich weichen Betten beim Löwen in Nofels, einem Höllen-Gewitter und der Gewißheit, ab Samstag früh mindestens 40 Stunden am Stück wach zu bleiben.

Tag 1


Da der Start erst um 16 Uhr erfolgte, konnten wir noch gemütlich frühstücken und machten uns dann auf den Weg in die Schweiz. 1. Positiver Aspekt: die Autobahn-Vignette kostet nur 26,- in der Schweiz.

Nach rund 2 Stunden erreichen wir Schötz und sind gleich ziemlich beeindruckt vom Organisationstalent des OK´ s rund um Franz Kuhn. Das Fahrerlager erstreckt sich mehrere hundert Meter entlang der Strecke, direkt nach Start/Ziel und ist vorbildlich abgesteckt und beschriftet.

Wir beziehen unseren Platz, schlagen das Zelt auf und Kapitän Reini gibt die Anweisungen von seinem Schlafplatz aus (siehe Pic)



Dann geht es endlich los. Bei brütender Hitze, die Reifen und die Schuhe kleben beim Start am Asphalt fest, geht es um 16 Uhr endlich los. Nach einer kurzen neutralen Phase wird das Rennen freigegeben und schon nach 5 Kilometern kommt es zu einem Massensturz. Ich befinde mich in ca. 15 Position und schräg hinter mir höre ich kurz ein Klacksen, einen Schweizer Ruf und dann ohrenbetäubendes Krachen! Bei Tempo 50 steigen rund 50 Fahrer gleichzeitig vom Rad, allerdings nicht so elegant, wie sich das eigentlich gehört. Ergebnis: 3 Armbrüche und das Glück, nicht dabei gewesen zu sein.

Dann verkleinert sich die Spitze laufend, und wie es dunkel wird, sind nur mehr 16 Herrenstaffeln, 2 Einzelfahrer und unser Team ganz vorne dabei.

Die Nacht


Annabelle wartet auf Ihren ersten Turn


Reini befürchtet einen Schleicher, aber er hat nur vergessen aufzupumpen ...


Reini wartet nicht auf seinen nächsten Turn ...


Sir Witti wünscht ein neues Trikot - und Nadja montiert die mittlerweile grindige Startnummer


Erwischt! Auch ein Witti braucht mal Schlaf ...


Und Annabelle wartet schon wieder ...


ausserhalb des Zeltes, denn die Wäsch´ duftet gar nicht fein


Doch dann wird es endlich heller und der Tag beginnt

Tag 2


Mittlerweile ist es schon wieder hell geworden, und wir sind nachwievor in der Spitzengruppe! Annabelle fährt wie von einem anderen Stern und läßt sich von den Schweizer Herrenstaffeln nicht abschütteln.

Um 10 Uhr beginnt dann die entscheidende Phase. 5 Herrenstaffeln lösen sich nochmals von der Spitze. Obwohl wir zu diesem Zeitpunkt schon 4 Runden vor der 2. Mixed Staffel liegen, kann ich mich nicht zurückhalten und schließe auf. Reini vollstreckt 4 weitere, irrsinnig schnelle Runden und übergibt an Annabelle.
Diese muß dann dem hohen Tempo Tribut zollen, die 10 km lange Runde wird nachwievor mit einem 45er Schnitt bewältigt, und läßt die Herrenstaffeln nach 18 Stunden Herrenstaffeln sein.

Somit konnten wir die Sache in den letzten Stunden lockerer angehen und genehmigten uns einmal ein Bad im nahegelegenen Fluß.

Weiters konnten wir den Sieger der Einzelwertung, Franz Venier aus Tirol, ein wenig unterstützen und auch weiteren Einzelfahrern die Fahrt ein wenig erleichtern.

So näherten wir uns bei brütender Hitze langsam der 16 Uhr Marke. Da die Spannung fehlte, irgendwie hätten wir schon gerne die Herrenstaffeln vernichtet, wurden die letzten Turns zu Geduldsproben, und auch die Beine und das Popscherl machten uns schön langsam zu schaffen.

Apropro Popscherl: Unser Hochradfahrer Christian Oberst mußte schon in der Nacht verzweifelt aufgeben, da er auf dem Marterpfahl nicht mehr sitzen konnte, immerhin fuhr er dennoch 25 Runden am Schötzer Hochgeschwindigkeitskurs und war wohl das beliebteste Fotomotiv. Nur wir haben Ihn nicht geknipst ...

Finish


Und kurz nach 16 Uhr war es dann soweit, unsere 2RC WQ SWAT Raika Jugend Fahrerin überquert euphorisch die Zielllinie!

Somit erreichten wir in 24 Stunden und ein paar zerquetschten 950,4 Kilometer!

Der Rest ist schnell erzählt: Zelt abbauen, alles ins Auto packen, Siegerehrung, zurück in die Heimat!

Ein toller österreichischer Erfolg, den wir nicht erwartet hatten, Reini dazu: "Was Franz (Venier), Annabelle und Thomas hier geleistet haben, ist einfach sagenhaft. Die Schweizer kamen aus dem Staunen nicht heraus und es war eine wirklich große Genugtuung für uns alle, hier in Schötz einen Doppelsieg zu landen!"

Bonus-Pics


Reini "I wü nimma" Witti "I konn nimma" Beide "Donn fohrt die Lady fertig"


"Burschen, kein Problem, oba des Trikot ... muaß des sein?"


"chhrrrrr" Kraft holen zum Zelt abbauen


Ruck Zuck eine in die Kistn

Siegerehrungs-Pics



 Schötz Homepage



Zurück





Diese Seite wurde bis jetzt 3182 Mal besucht

Newsletter / Sitemap / Impressum

Powered by Silverserver / Hosted by NYX Sportmanagement GmbH
© 2002-2019 by 2RadChaoten.com. All rights reserved.