2RadChaoten.com Stories Rennrad Berichte 2008 CHAOS am Glockner!!

CHAOS am Glockner!!


Geht sich alles locker aus


Shit, der Kühlschrank ist zu klein, Bier zuerst!!


per Wurmloch geht's nach Bruck am Glockner


bereit fürn Gipfelsturm


Alles fertig geworden


Geballte Muskelkraft lässt den Berg erzittern :)


Wo kommen auf einmal all die Menschen her?


Mei, Österreich is ja so schön!


Boah, hört das denn nie auf?


Na des gibt's ned, i glaub i bin voi peckt!


ha, eine Kehre = 10Meter ohne Steigung


Also letzter bin ich sicher nicht!


Ah das Ziel, weit kanns nimma sein!


denkste, die paar Serpentienen haben sich gut versteckt.


kollektive Massenqual


So schauen erfolgreiche Hobetten aus!

Professor's Eindrücke:

Nov. 2007 in Mexico, ein Arbeitskollege erzählt mir vom Glocknerkönig und seinen 2:01 Stunden.

Die 1 Minute können wir so nicht stehen lassen, da sind wir uns einig, beschließen nächstes Jahr gemeinsam zu starten und besiegeln das ganze mit einem 10er Cubatero Cerveza .

2008 schaut Alles ganz anders aus, mein Kollege bastelt schon seit Wochen in Brasilien und alleine freut es mich nicht da hilft nur eines: Der Speida muss mit!

Speida, der Mann der im Jahr nur Rennkilometer macht, weil neben Familie, Autorenovieren und sonstigen Verpflichtungen keine Zeit fürs Radfahren bleibt, von Training wollen wir gar nicht reden.

Aber dafür ist der VW T4 Campingbus rechtzeitig zum Wochenende fertig und Speida konnte sich, wie auch immer, für das Wochenende befreien. In Bruck angekommen bauen wir noch sein Bike um, führen die notwendigsten Servicearbeiten durch, denn dafür war natürlich zuvor auch keine Zeit, und stellen mit entsetzen fest das von den Bremsgummis nicht mehr als ein dünner Hauch vorhanden ist bevor Metall auf Metall bremst. Ersatz ist nicht vorhanden, auch egal, darf eben nicht so viel gebremst werden.

Am Renntag:

Ich mag keine Straßenrennen und lange Anstiege liegen mir auch nicht was mach ich also am Glockner?

Diese Frage ging mir öfter durch den Kopf, ebenso wie die Frage ob die Wahl der Waffe, Renner statt Bike auf Slicks, die richtige war?

Das ursprüngliche Ziel war es ja, den Berg innerhalb von 2 Stunden niederzuringen!

Als es noch 8km zum Ziel waren, ich genau eine Stunde unterwegs war und mit durchschnittlich 8km/h an der Steigung herumeierte stand ich vor der Entscheidung!

Hinhalten, es vielleicht schaffen und speibn oder knapp scheitern und ganz sicher speibn?

Das war die große Frage!

Ich besann mich dann des ersten und obersten Hobetten-Codex der da lautet:

Erster wirst nicht mehr aber dabei bist, also mach das für dich Beste daraus und vergiss den Spaß an der Sache nicht!

So legte ich die erste von insgesamt 4 Pausen ein, machte paar Fotos, dehnte bisschen die Waden und genoss Ausblick, Wetter, Stimmung und Event.

Erstaunlicher weise holte ich einige der Teilnehmer welche während der Pausen an mir vorbeifuhren wieder ein was mich in meiner Entscheidung bestätigte.

Als ich nach dem Ziel am Geländer saß, auf Speida wartete und die Höhensonne sich in meiner Haut verewigte dachte ich mir: Hey, so schlimm war es garnicht das könntest nächstes Jahr wieder machen!

Dann aber nicht erst 5 Wochen zuvor mit den KGB Einheiten Anfangen sondern gleich ab jetzt durchziehen und dann sollten die 2 Stunden auch kein Problem mehr sein.

Die anschließende Abfahrt war ein Traum!

Adrenalin und Speed pur, ich bin voll in meinem Element, in jeder Kehre stehen Dauerbremser mit geplatzten Schläuchen, unzählige Radler zappen an mir vorbei, 2 Italiener auf ihren Motorrädern werden in der Kehre von innen geschnupft und tauchen erst bei der Mautstation wieder auf, OH YEAH!

Ich muss sagen die Veranstaltung hat was und mit dem Wetter hatten wir Riesenglück. Wir sehen uns nächstes Jahr wieder!

Speida´sche Eindrücke:

Professor redet vom Glocknerkönig, leichtsinnig sage ich "na sicher", kein Training, Zeit um, Rennen steht an, rausreden geht nimmer, ein Kollege fällt aus und mir eine Anmeldung zu...

Also in den Camper und los, Bruck scheint tot, mein 96er Radl noch umbauen und es holt uns nach dem zu fetten Essen und ein paar Bier ein unsicherer Schlaf. Ein nächtlicher Regen und ich denk mir "endlich a Ausred", aber im selben Moment keimt Widerstand auf. So nicht!

Beim Start dann 2700+ Mitfahrer. Rennstart: Professor startet los :) und ich lass es passieren :) Rechne mit mind 3h, Kalkulation 30-40min zur Maut und 2,5h rauf (also 6kmh), habe aber keinen Tacho und Pulsmesser mit, zu woos. Einfach nicht absteigen und keinen Krampf riskieren. GO!

Werde oft über"holt" und bin im Feld der Hoffnungslosen, Bluthochdrückler und Abbeisser. Die km zahen sich, Luft okay, Kraft ist vorhanden, um Krämpfen vorzubeugen fahr ich aber schön im GA und schwitze nicht (außer Sonne). Seh mich also um und pfeif mir eins. Bekomme aber irre Schmerzen, weil der Sattel falsch geneigt ist - man sollte sein Uraltrad einfach nicht seiner Schwester borgen... Absteigen ist nicht drin - weiter da rauf. Die 2000er Marke will nicht kommen, endlich 2116m lt Tafel, Blick auf die letzten Serpentinen und das Ziel, "Na bitte ned", egal weiter, mir wird heiss - von der Sonne. Serpentine, Serpentine, noch eine, noch eine..... letzte kurve, doofer letzter Anstieg, warum ist das Ziel nicht am letzten großen Parkplatz dada... ah der Professor! Was is -der will mich anschieben- lass das! Also rauf ins Ziel - Medaille rum - das wars schon. Ich hätte noch weiter gekonnt, der "quäl dich du sau", "was is, gibst jetzt auf", usw-Modus wurde noch nicht genutzt.

Gegenseitige Beglückwünschungen, Fahrerlebnisse werden ausgetauscht, meine Angst kommt wieder hoch - die minimalst Bremspackln - f***!
Beim ersten Anbremsen zum Kaiserschmarrn-Stop rattert es derbe, metallisches Quitschen... Der Kaiserschmarrn ist ein eben solcher, mickrige Portion und ewig anstellen. Vergiss es!

Also runter, ?bremse ich oder nicht? Nach der ersten Kurve ist klar, das geht doch schneller.... ein Schepperer von der Kette, aussa ghupft, stehen bleiben, einhängen, Bremsencheck - schaut guat aus. Oowe!. Brenne alles her (Radler, Moppeten, Radschieber). Auf der langen Geraden zur Maut kriechen zwei Renner an mir vorbei, grrrr. Leider ist da noch der Rückweg. Elend lang zruck nach Bruck. Das spar ich mir nächstes mal aber, da starte ich bei der Maut.. Was?!? - Welches nächste mal :))

Fazit: Halb so wild, vielleicht trainieren und Renner auspacken.




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