2RadChaoten.com Stories Mountainbike Berichte 2010 9.MTB AROUND GRIFFEN 2010

12h MTB Around in Griffen


So!! werden sie am Ende aussehen; doch wie kam´s dazu?


Eine knapp 2 Kilometer Schleife rund im das Schloss in Griffen, Kärnten mit 54 Höhenmeter; dazu ein angeblich schöner Downhill auf der Rückseite des Schosses... Grund genug für NoRegrets (als Kärntner sein eigentliches Heimrennen) und NoBrain (12 Stunden und sowieso) am Vorabend gen Süden zu pilgern.

Der Wetterbericht versprach nur das Feinste: Starkregen am Morgen, der dann nach einer kurzen Trockenphase (haha!) von Nachmittagsgewittern abgelöst wird. – „Aber was wissen die vom Wetter schon?“

So ging es ausgeschlafen (jo eh) und frohen Mutes (wirklich) um sieben Uhr in der Früh (Nacht, wenn´s nach mir geht) an den Start. Wie zu erwarten war verwechselten die Staffelfahrer ein 12h Rennen mit einem XC und schossen im leichten Nieselregen auf und davon, um wenige Runden später wieder, bei mittlerweile stärkeren Regen, von hinten heran zu sausen. Die überholenden 3er wurden dann zur regelmäßigen Abwechslung. („Vorsicht links!“ – „Achtung!“ – „I fahr rechts vorbei!“)


Bei den Einzelstartern ging es etwas ruhiger zur Sache. Zwar zeigte Roland Kreslin (der spätere Sieger) gleich in der 1. Runde, dass er viel Schmalz in den Beinen hatte, und setzte sich rasch ab. In 11Stunden50 ist noch viel möglich, dachte ich mir und lies ihn ziehen. (Fehler) Roland rundete mich rasch ein, ich bemerkte, dass ich zwar recht sicher am 2. Platz lag, aber gegen ihn noch keine Chance hatte. „Wenn er net eingeht, dann wird´s schwer“ waren meine Gedanken. Wie recht ich hatte!

Fast noch interessanter als der Kampf um die Plätze war das Wetter. Regen wechselte sich mit starken Regen ab. Teilweise kamen uns Bäche auf den Anstiegen entgegen. Der Singletrail wechselte mit jedem Regenguss sein Aussehen. – War er anfangs ein sehr schöner Waldweg, formte er sich immer mehr zur Schlammlawine. Mal etwas dünnflüssiger (dann wenn der Regen wieder mal stärker prasselte), dann wieder zäher. Bei jeder Runden (und es waren viele) entdeckte ich neue Wurzeln. Die Ideallinie (wenn es diese je gab) änderte sich ständig. Schräg liegende Wurzel, tiefe Rinnen und breiiges Erdreich machten die Abfahrt alles andere als leicht. Mit den Stunden transportieren wir mehr und mehr „Wald“ zum Start/Ziel Bereich. (Am Ende müssten die Verantwortlichen mit Schneeschaufeln und einem großen Einsatzwagen der Feuerwehr die Straßen reinigen.)



Hätte ich nicht Karin als Betreuerin gehabt, die mich jede Runde (da heißt alle 5-6 Minuten) mit Leckereien versorgt hat, wäre ich sicher nicht länger als 50 Minuten gefahren. (Da habe ich das 1. Mal ans Aufhören gedacht.) Mit der Zeit war ich so verschlammt (Im Sekundentakt tropfte mir Schutz aus den Fingerkuppen meiner Handschuhe!), dass ich dass Essen nicht mehr angreifen wollte und bat Karin mich zu füttern. Das klappte wunderbar!



Irgendwann nach 10 Stunden hörte es dann auf zu regnen (wäre auch schon egal gewesen). Für mich war es recht klar, dass ich (wenn nix passiert) das Rennen als 2. beenden werde. So bildeten sich Fahrgemeinschaften. Mal mit Roland, mal mit Günther Glettler (3. gesamt). „Immer wissen was die Konkurrenz macht!“

Am Ende genossen Günther und ich die letzten Runden, um mit Roland, der uns ein weiters Mal einrundete, gemeinsam ins Ziel zufahren.




Text: NoBrain Pics: Franz Truschner (Radclub-ARBÖ-Griffen)


Fotospecial by Hahn









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